Gezogenes Schwein, Verzerrung, ein Defekt. 

Den LeineweberMarkt in Bielefeld besucht. Dort das mieseste Pulled Pork überhaupt gegessen, währenddessen einer schlechten Hard-Rock-Band mit Lemmy-Kilminster-Gedächtnisbackenbärten zugehört. Spontan entschieden, das auch zu können. Die Gitarrensolos waren letztlich nix weiter als stehengelassene Töne mit mehr Verzerrung. Lemmy hätte die Jungs zur Strafe Pulled Pork kosten lassen. 

Im örtlichen Musikalienhandel den kleinen THR10 angespielt, dem es dann doch an Glockigkeit und Wärme fehlt. Wie soll er auch, bei nur zwei 5″-Lautsprechern, wenn man 12″ gewohnt ist? Der große THr100 HD stand aber auch da herum, den werde ich mir auch mal anschauen, wenn das nötige Kleingeld zusammengespart ist. Was gar nicht ging, war die Testgitarre. Irgendwas von Yamaha mit einem furchtbar bespielbaren Griffbrett. Meine PRS spielt sich dagegen wie von selbst. 

Ärgerlicherweise muss ich sie aber wieder zurückschicken, denn es hat sich herausgestellt, dass der Toggle Switch zu Auswahl der Tonabnehmer nicht einwandfrei funktioniert: Der Stegpickup setzt manchmal aus. Der Service-Mitarbeiter sprach von einer mutmaßlichen kalten Lötstelle. Wie auch immer, es gibt nicht Unangenehmeres, als eine Gitarre per Post verfrachten zu müssen, denn man weiß, wie die Paketdienste mit ihrer Ware umgehen und an einer Gitarre geht gefühltermaßen alle gleichzeitig kaputt, wenn man sie durch die Gegend wirft. Gerade bei einem geleimten Hals wäre ein Bruch das Letzte, was ich mir wünsche, und in den einschlägigen Foren gibt es nicht wenige Berichte dazu. Vielleicht lasse ich das doch lieber lokal reparieren und pfeife auf die Garantie?