FAdd9.

Manchmal ist das Leben schon schräg. Da findet man im Keller eine angestaubte „Guitar“-Aufgabe von anno dazumal und in dieser die Noten zu Prince’s „Purple Rain“. Den Staub schnell von den Seiten gepustet, Verstärker, Chorus und Gitarre an- und um den Hals geworfen und …

… da war er wieder! Der unmöglich Akkord! Der. Unmögliche. Akkord.

Ungreifbar für Normalsterbliche. Beim gegriffenem Barré eine Fingerspreizung, die Jane Fonda in besten Zeiten nicht hinbekommen hätte, und welche ein gerade mal 1,58 m großer Prince nahezu unmöglich hat greifen können (Dank sei seiner Studiogitarristin!). Routinierte Nichtskönner wissen, was in einem solchen Fall zu tun ist: Mache aus dem „FAdd9“ einfach ein profanes „F“. Klingt nicht wie das Original, aber es klingt, und mit ein wenig Effektsoße und Geschrammel bekommt gar keiner mit, dass das nicht 100%-ig ist.

Aber ein schlechtes Gewissen bleibt da doch. Vielleicht doch Dehnübungen machen? Mal mehr Ehrgeiz entwickeln, auch wenn das gegen alle Gesetze der Anatomie verstoßen würde?

Umso erleichternder, wenn man zufällig feststellt, dass man nicht der einzige Döspaddel ist, dem besagter Akkord zu viel des Guten ist. Und wenn der von mir überaus geschätze „Danish Pete“ in seinem pünktlich gestern hochgeladenen Video den FAdd9 nicht greift, dann brauche ich das auch nicht zu können…