Racial Profiling.

Die spinnen, die Deutschen. Es gibt so Tage, da sollte man Twitter weiträumig meiden. Oder ich werde langsam konservativ, wer weiß, vielleicht sind es Alterserscheinungen. Und das im Superwahljahr 2017.

Als ob es nicht abzusehen gewesen wäre, dass die Kölner Polizei sich zum Jahreswechsel 2016/17 besonders auf junge Männer, die man optisch dem nordafrikanischen Raum zuordnen kann, konzentrieren würde. Alles andere wäre ja auch mehr als dämlich gewesen nach dem Desaster des letzten Jahreswechsels. Trotzdem versuchen einige aus dem grün-linken Spektrum nun die Polizei des „racial profiling“ zu bezichtigen: Meinetwegen ist „Nafri“ kein geschickt gewählter und für die Öffentlichkeit tauglicher Begriff, aber dass die Polizisten rein nach Optik vorsortieren und kontrollieren (ja! äußerlich! nach Haut- und Haarfarbe, verdammt!) ist ja wohl logisch. Wonach sollten sie denn sonst potentielle Täter filtern? Nach Geruch? Oder sollte die Polizei die Gewaltbereitschaft etwa durch politisch korrekt aufgesetzte Fragebögen erfragen und bei ihren Kontrollen mindestens 15%  grauhaarige Mütterchen mit Rollator auf Polenböller filzen? Hätte man aus Gründen der politischen Korrektheit lieber warten sollen, bis sich wieder eine unüberseh- und unkontrollierbare, gewaltbereite Meute zusammengerottet hat? Und bot der verkorkste und von Kriminalität geprägte vorangegangene Jahreswechsel nicht ausreichend Anlass, bestimmte Gruppen (jung, männlich, aggressiv, vielfach nordafrikanischer Abstammung) diesmal genauer unter die Lupe zu nehmen?

Als Polizist hätte ich aktuell die Schnauze mal gestrichen voll: Lässt man’s laufen, ist es Mist; kümmert man sich, ist es offensichtlich einigen auch nicht gut genug. Wir sollten der Polizei dankbar sein, dass diesmal nichts Wesentliches vorgefallen ist (obwohl…).

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