Der Boss Katana – Clean

In diesem Beitrag geht es um den Clean-Kanal des Katana 100. Der klingt auf den ersten Höreindruck ein wenig platt, bietet aber zahllose Möglichkeiten, setzt man Gain und Booster richtig ein. Theoretisch würde alleine dieser Kanal schon reichen, um die komplette Palette der Rock- und Popmusik zu bedienen.

Aufgenommen wurden die Beispiele alle über das USB-Interface, bei welchem leider so manche Nuance verlorengeht, weil nun mal kein richtiger Lautsprecher den Ton wiedergibt. Live aus dem Speaker klingt das alles noch eine Spur frischer und die Verzerrung hat mehr „Luft“.

Zunächst einmal trockene, d. h. ohne Effekte eingespielte Soundbeispiele. Das erste mit neutral eingestelltem Equalizer, das zweite mit weniger Mitten und mehr Bass sowie Höhen:

Stöbert man ein wenig in den eingebauten Effekten, dann findet man einen Kompressor, mit dem man den cleanen Sound ein wenig komprimieren kann. Der Sound wirkt durch den Kompressor „dicker“, weil die Lautstärke von leisen und lauten Tönen einander angeglichen wird. Man kommt dann schnell in Chili Peppers-Gefilde:

Effekte im Clean-Kanal

Ansonsten ist so ein Clean-Kanal recht unspektakulär. Spannend wird es dann, wenn man die Effekte des Katana hinzunimmt. Welche Effekte man nun verwendet, ist absolute Geschmackssache. Besonders spannend finde ich die Boost-Effekte (wäre so etwas wie diese beiden Bodentreter oder der Tube Steamer) und die Modulationseffekte. Besonders die Möglichkeit, Boost-Effekte hinzuzuschalten, machen den auf den ersten Blick langweiligen Clean-Kanal zum vielseitigsten Kanal des Katana, denn clean kommen die meisten Effekte besonders gut zur Geltung.

Boooost

Aktuelle Favoriten zum Boosten des Clean-Kanals sind bei mir bislang der „Clean Boost“, der „Blues Drive“, der „Teble Boost“ und „Crunch OD“.

Der „Clean Boost“ schiebt das cleane Signal noch etwas an, ohne dabei zu verzerren. Man kann ihn also gut nutzen, um sich beim Solo etwas hervorzuheben oder generell das Signal etwas dicker zu machen. Habe mal hier eine Gitarre mit Singlecoil-Tonabnehmer genommen, der sehr dünn klingt. Zunächst ohne „Clean Boost“, dann zweimal etwas mehr. Beim zweiten Mal zerrt es schon ganz leicht an, das würde man normalerweise nicht wollen:

Bei „Blues Drive“  zeigt der Name schon, wohin es klanglich geht. Viel Verzerrung bekommt man damit nicht, aber das Gain reicht aus, um eine wunderbar warme Blues-Verzerrung hinzubekommen (im Solo etwas mehr Gain als im Rhythmus):

Mein Geheimtipp ist aber der „Treble Boost“ (besonders auch im Crunch-Kanal, aber dazu in einem anderen Beitrag). Mit dem beamt man den Sound einmal quer durch die Rockgeschichte und ich bilde mir ein, dass man sich damit einem eher voxigen Sound annähern kann. Ich liebe diesen Effekt!

Und so könnte ich nun weiterhin alle 20 Boost-Effekte besprechen, aber spare mir das. Alle wichtigen sind dabei: Vom Gov’nor über die Proco Rat bis zum Fuzz Face, um nur einige zu nennen. Um die Bandbreite aufzuzeigen stelle ich abschließend den „Metal DS“-Effekt vor, weil das aus dem braven Clean-Kanal einen ausgewachsenen Metal-Kanal macht:

Ich vermute, dass da metal-mäßig noch mehr geht, aber dafür müsste ich dann noch tiefer in die Einstellungen eintauchen, worauf ich keine Lust habe. Demnächst dann mehr zum Crunch-Kanal!

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