Nobel, nobel…
Welcher Teufel hat das Nobelpreis-Komitee geritten, Barack “Ich habe noch nichts erreicht” Obama den Friedensnobelpreis anzudrehen? Ich hätte mir gestern einen Barack Reich-Ranicki gewünscht, der gesagt hätte: “Diesen unverdienten Preis nehme ich nicht an!”
Händereibend dürfen jetzt die Achmadineschads dieser Welt dastehen, denn Jesus Obama kann nun nicht mehr gewinnen: Entweder ist er dazu verdammt, friedlich und tatenlos zuzuschauen, wie sich eine Atommacht nach der anderen herausbildet, oder er wird einschreiten und damit seinen Nobelpreis ad absurdum führen.
Was ist das eigentlich für eine unsinnige Idee, Preise zu vergeben für Ankündigungen, die noch gar nicht vollbracht sind? Wirkt sich die Finanzmarktlogik jetzt auch auf die Nobelpreise aus? Beschämend und vor allen Dingen den Friedensnobelpreis zum bloßen politischen Instrument degradierend.
Kopftuchmädchen-Debatte
Leider komme ich in letzter Zeit nur noch selten zum Lesen und noch weniger zum Schreiben. Aber die Kopftuchmädchen haben mich auch geärgert. Da zu Sarazzin schon alles gesagt ist, verweise ich auf diesen herrlichen Plasberg-Verriss in der FAZ.
Mac
Bald ist es soweit: Ein Jahr Macintosh für Hokey. Ein gutes Jahr. Bis auf Shortcuts vermisse ich: Nichts. Alles läuft, keine Probleme, keine Abstürze, und 4GB RAM befinden sich auf dem Weg zu meinem Briefkasten, damit ich demnächst noch mehr Anwendungen gleichzeitig offen lassen kann. Großartiges Gerät, dieser kleine Apfel.
Für dich, Spammer:
Ach – und liebe Spammer (oder auch: Arschlöcher), die ihr hier “richtige” Beiträge handgeschrieben absondert: Ich lösche eure Beiträge kommentarlos und markiere eure E-Mail-Adressen als SPAM – ganz egal, wieviel Zeit ihr da hineingesteckt habe und ganz egal, ob eure Anmerkungen diskussionswürdig sein könnten.
Salamaleikum oder Grüezzi,
das sind nicht unnütze reibende Impressionen in diesem erdig schöenen Farbengewand.
Gute Abwechslung zum Einheitsgrün der monoton sterilen Schweizerkuhwiesen alias Ikeakunstrasengteppich aus dem Warenlagerregal.
Wegen den brisanten Nobelpreisakualitäten, muss man mit verlaub hier und heute eingestehen, dem grossen sich Selber und dem kleinen Rest der Welt, dass dies Nobelpreiskommité bzw. Stiftung eben sich in den letzten Jahren auch stark gewandelt hat und leider nicht mehr den Grundzielen bzw. Zwecken verpflichtet ist.
Die Zaubertrickkiste Tarnung, Täuschung und List ist ein stillschweigend etabliertes Mittel in der fortgeschrittenen Phase des globalen Einfluss- und Beherrschungsspähre der multinatonalen Grosskonzern geworden. Alles brilliant rethorisch, hochglanzfrisiert durchdesignt, makretingsmässig top en vogue, managmentbedarfsgerechtgesteuert und immerjungendfrisch lifegestylt sowie honiggoldigblütenrein geliftet und atemberaubend geschnitten, geformt, genäht, umwerfend farbenpächtig und pajettengekrönt eingekleidet. Ganz zu schweigen von den vordercortex-bedürfnissstimulierenden Duftessenzen Mahagonie und Borbonvanille im Kinospot oder der perfekten Haarseideneleganz aus der Shampoowerbung und makellos computerbearbeiteten graziellen kokosnussölsonnengebräunten Frauenbeinbildern von Werbeplakaten mit dem kristallenen Glitzern der Abendsommersonne auf den tanzend blauen Wasserwellen.
Aaaah, diese wunderbare Schönheit und Anmutigkeit nach dem langen anstrengenden Arbeitstag, atemberaubend! Das hab ich mir jetzt aber voll und ganz verdient!
Wer kennt dieses Gefühl nicht?!
Für die meisten von uns sieht die eigentlich Vorgeschichte so aus: Arbeit, eitönig, temporeich, familienpflichtergeben, aufopfernd, fremdbestimmt, leistungsorientiert, schlecht bezahlt, ausgenutzt, identidätslos, anonymisiert, austauschbar, gehorsam untertänig, unfreiwillig, zeitnotgeplagt, gestresst, verschwiegen resigniert, schlicht funkionierend. Das ist die alles entscheidende Vorgeschichte!
Und dann spätestens am Feierabend endlich diese willkommene wohltuende Erfrischung, erholsame Atempause und Entspannung. Wau! Wie ein frisches Sommerbad in den sich spielend purzelnden Wellen nach einer 8 Sth. Autobahnfahrt in der drückend heissen Mittelmeersommerzeit.
Wir sind unserer Jugend und Pubertät erwachsen und doch sitzen wir heute in einem Zug, irgendwie alle zusammen, in dem alle so tun, als ob sie höchst zufrieden sind mit dem modernen Reisekomfort, der prächtigen Landschaft, die am Fenster vorbeirauscht und der netten Hintergrundmusik. Alles ist i.O., höchstens nervt ein rücksichtslosser Unbekannterter oder die leicht nach Fisch riechende Erbsensuppe à la Majonne de Chy. Auch wenn draussen ein kaum endender düster quallmender unerkennbarer Koloss vorbeizieht. Der blaugoldiguniformierte Reisebegleiter versichert: Keine Sorge, alles unter Kontrolle! Die Temperatur im Innern ist denn auch automatisch auf konstanten Frühsommerwerten gehalten. Kurzärmlig und in Shorts lässt sich nicht nur gemütlich im Speiseabteil neue Bekanntschaft schliessen sonder sich genausogut über die neusten Presseschlagzeilen unterhalten. Und auch die Frischluftzufuhr ist vollcomputerisiert gesteuert. Das Tagesprogramm verspricht 365 Tage im Jahr und selbst in rauschenden Nächten den verschiedensten Bedürfnissen gerecht zu werden. Ob selber sportlich, mehr gemütlich sitzend Unterhaltung geniessend, gesunheitlichen Service in Anspruch nehmend, oder was das Herz sonst begehert, für Babys bis Pflegebedürftige, für jeden ist etwas dabei im konkurrenzlos vielseitigen Grosskatalog des 200jährigen, weltweit führenden Dienstleistungkonzerns mit Qualitätszertifiziertem automatisch angepassem Individualversorgungsprogramm. Das ist das bereits von Abermillionen von zufriedenen Kunden bestätigte Angebotssystem um Ansprüche auf höchster Ebene zu erfüllen aber auch bescheidensten Lebensstandards gerecht zu werden. Lassen auch Sie sich von uns vollendet verwöhnen und persönlich überzeugen und mit dem Katalog frei Haus eine erste Bedürfniss- und Bedarfsberatung vorzunehmen.
Nebenbei, die 500 grössen Konzerne machen heute mehr als die hälfte der weltweiten Handelsumsätze bzw. Gewinne. Eine grotesk zynisch schöne neue Welt.
Ob wir aufwachen wenn der Zug im dunkeln Rauscht oder ob das Licht angeht..eine Fernseshow ist es jedenfalls nicht. Wer denn auch mehr wissen bzw. verstehen will, findet heute alles wichtige im noch dezentralen Internet. Ob Text oder Video, Neugierde, Zeit und gesunder Misstrauen sind empfehlenswert.
Alls Anfang ist sicherlich gut, zu erfahren, was wissenschaftliche Arbeitsmethodik konkret heisst. Das braucht denn auch kein Studiumabschluss.