Warum ich nicht Nichtwählen werde

Wegen Dir! Ja, wegen Dir, Nichtwähler. Weil ich während der nächsten vier Jahre mit dem Finger auf Dich zeigen will, denn ich werde mein Möglichstes tun, die schwarz-rot-gelben Parteien des Opportunismus nicht zuzulassen.

Und ich will von Dir hinterher kein Gejammere hören über eine Ausweitung der Arbeitnehmerentrechtung. Ich will, dass Du es stille erduldest, wenn Frank-Walter, Guido und Angie ihr Maßband an Dich legen, Dich in ihren ARGEn als Minderleister qualifizieren und wenn die Videoüberwachung unsanktionierter Alltag werden wird.

Ich will, dass sie Dich vermessen, vom Scheitel bis zur Sohle, und dass Du Dich keinen Zentimeter rührst, wenn sie Dir in den Schritt packen und Dir Fingerabdrücke und Gene nehmen. Ich will, dass Du brav an den internationalen Terrorismus glaubst und Dir jeden Tag das Mädchen aus der Bildzeitung in Deinen Spind hängst. Ich will, dass Du Dir jeden Tag die Hose nässt aus Furcht vor Piraten und Kommunisten, und dass Du deren Atmomüll frisst, bis nichts mehr davon übrig ist.

Ich will, dass sie weiterhin Deine Kinder demütigen und Dir noch mehr Geld aus Deiner leeren Tasche fingern, um es den Großen zuzuschustern, und ich will kein Geheule über neue Steuererhöhungen vernehmen. Ich will, dass Du mit gespitzten Lippen an Guidos hohler Brust vertrocknest. Will sehen, wie sie Dich zum Arbeitsdienst zwingen, und wie sie Deinen Kindern ihre Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke vom Gabentisch grabschen.

Ich will, dass Schäuble jede deiner E-Mails liest und Ursel jedes Wichsbild mit Dir teilt. Ich will, dass Sie Deine Kinder in den Krieg schicken, wo sie das Vaterland derer verteidigen, die Dich arbeiten lassen wollen, bis Du tot umfällst und ihre Krankenkassen nichts mehr kostest.

Ja, so stumm, wie Du am Wahltag warst, so stumm sollst Du auch die nächsten vier Jahre in Deinem armseligen Loch verharren, Du faule Brut.

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