Dylan. Schweine.

Ein Literaturnobelpreis für Bob Dylan. Ich bin ja hin- und hergerissen. Bin, abgesehen von einer Hand voll Übungsstücke aus meinen Klampfen-Anfängertagen, kein großer Dylan-Kenner, aber die Ausweitung der vermeintlichen Grenzen der Literatur auf die Musik gefällt mir. Einerseits. Andererseits befürchte ich, dass das Komitee (in meiner Vorstellung ein Grüppchen Alt-68er, das auch beim Nobelpreis mal Revolution spielen wollte) seinen persönlichen Jugendhelden prämiert. Zumal Bob Dylan wirklich jeder kennt, der Mann sowieso schon drölfzigillionen Preise gewonnen hat und sein Geld jeden Morgen mit der Schaufel umgraben muss, damit es nicht schimmelt. Man hätte besonders den kaum wahrgenommenen Lyrikern mehr Gutes hätte angedeihen lassen können, hätte man einen von ihnen prämiert. Aber ist ja kein Charity-Preis für bemitleidenswerte Autoren.

Schweine

DNA-Spuren von Bönhard beim der Leiche eines entführten Mädchens gefunden. Man muss davon ausgehen, dass dieses Nazi-Pack keine Gelegenheit zur Schande liegenlässt. Wie Panorama gestern berichtete, war Bönhard, was seine mutmaßliche Pädophilie angeht, wohl im Umfeld des NSU nicht der Einzige. Wie das wohl zum landserhaftes Beschützerethos, dem „aufrechten Deutschen“ und zu „Ehre“ und „Volksgemeinschaft“ passt, wenn die Reihen von Kinderschändern durchdrungen sind? Widerliche Dreckschweine in jeder Beziehung.

Widerliche Dreckschweine.

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