Eltern zahlen für ihre Kinder

Ich höre häufig und gerne Radio, besonders WDR 5, und da ich tagsüber oft nicht zum Radiohören komme, lade ich mir meine Lieblingssendungen einfach per Podcast auf das iPhone. Dank iCatcher ist das Aktualisieren der Podcasts auch wirklich komfortabel und einfach – die Apple-Anwendungen sind ja, aller Nutzerfreundlichkeit zum Trotz, nicht immer in allen Belangen empfehlenswert.

Und so lauschte ich heute dem WDR5-Tagesgespräch mit dem Thema „Kinderlose sollen zahlen – ja oder nein?“ und wie erwartet wechselte die Meinung der Anrufenden brav demokratisch zwischen einem manchmal selbstbewusst auftrumpfenden „ja“ oder einem eher empörten „nein“. Da mir das Thema zu schwierig ist, habe ich keine besondere Meinung entwickelt. (Was ist mit Menschen, die mal Kinder bekommen werden? Was bei Kinderlosigkeit durch höhere Gewalt? Sind massenweise arbeitslose Kinder tatsächlich besser für die Gesellschaft als weniger, dafür besser ausgebildete Kinder?  Müssen wir irgendwann sogar aufstocken und alle, die weniger als drei Kinder haben, müssen zahlen? Wer zahlt später die Renten? Würden Zuwanderer als Ausgleich ausreichen?)

Lustig fand ich dann aber die E-Mail, die die Moderatorin vorlas. Sinngemäß: Es wäre viel sinnvoller, wenn die Eltern einen Obulus entrichteten, denn deren Kinder verschmutzten die Umwelt und würden zur Überbevölkerung beitragen. Da musste ich herzhaft lachen und das Wutgebrüll militanter Muttertiere löste, glaube ich, sogar ein kleines Erdbeben in NRW aus.

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Ein Gedanke zu “Eltern zahlen für ihre Kinder

  1. Das zeigt, wie man die Argumente bei so komplizierten Themen immer weiter drehen kann: die Kinder, die später die Umwelt verschmutzen, werden diese Umwelt noch später reinigen müssen und können mit dem Verdienst die Rentenkasse stützen…oder?

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