Allesamt überfordert

Spon-Artikel über Lehrer und Schüler… ein Bestiarium übelriechender Klischees. Und grundsätzlich (vermutlich ist das eine SpOn-Leitlinie) ist der Lehrer der Looser. Für SpOn-Schreiberlinge, zumindest für die, die aus knappen Pressemitteilungen großartige Artikel bauschen müssen, ist der Lehrer, der etwas richtig macht, schlichtweg nicht existent. Sogar dann nicht, wenn mal alles bestens funktioniert hat.

Das kann man so nicht stehen lassen, muss sich der Spon-Tastaturstresser beim Tippen seines Artikels gedacht haben. Wenn schon ein Schüler das Superabitur abliefert, dann können unmöglich Lehrer in irgendeiner positiven Form daran beteiligt gewesen sein.

Und so wurschtelt er sich von einer Behauptung zur nächsten durch den Text. Die Floskel "lästig" muss in solchen Fällen ebenso fallen gelassen werden wie "überfordert". "Beklagt" haben sie sich auch, die doofen Lehrer. Zwar nur in der Phantasie des Autors, denn objektiv ist keine dieser Behauptungen aus dem Text nachvollziehbar.

Dass die Lehrer offensichtlich alles richtig gemacht haben, stellt der Autor dagegen nicht betont heraus. Eher nebenbei lässt er einfließen, dass der Superabiturient schon frühzeitig von seinen Lehrern für ein Wissenschaftsprojekt in Heidelberg vorgeschlagen wurde.

Schade SpOn.

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2 Gedanken zu “Allesamt überfordert

  1. Alles lange her, da können wir mal ehrlich sein:

    Sehr gute Lehrer : Sehr schlechte Lehrer
    4 : 3

    Der Rest des Kollegiums war weder herausragend noch sehr übel, also befriedigende Lehrer: 20.

    4 : 20 : 3 ist eigentlich ein klasse Schnitt, jedenfalls kaum schlechter als eine durchschnittliche Abschlussklasse.

    Man darf aber nicht vergessen, dass es in unserer Nation eine Auszeichnung ist, wenn man nichts kapiert und darauf sogar noch stolz ist. Und in diesem Zusammenhang kann man Pauker eben prima dreschen, denn wenn ich blöd bin lag´s am Lehrer – niemals an mir.

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