Isch 'abe gar kein Untertitel...

Kategorie: Fernsehen (Seite 1 von 4)

Dark. Konservativ.

Gestern damit begonnen „Dark“ zu schauen, und es ist verblüffend, eine in Deutschland spielende Serie zu sehen, gespielt von deutschen Schauspielern, die so gar nicht bräsig deutsch wirkt. Endlich traut sich mal jemand an einen deutschen Mystery-Stoff und es wirkt nicht wie ein billiger Abklatsch, obwohl „Stranger Things“ schon arg durchscheint. Hätte gerne weitergeguckt, aber zur späten Abendzeit muss auch der härteste Seriengucker mal ins Bett. Wir brauchen mehr Mut zu Fantasy und Mystery, mehr Sci-Fi oder einfach ausgedrückt mehr gute Geschichten, mehr Netflix! Eben gute Storys, statt offiziell aufgedrückter gesellschaftskritischer Diskurse und talkshowtauglicher Problemorientierung! So!

Stelle überdies rückblickend fest, dass ich ein sehr konservativer Musikhörer bin. Sogar meine Tochter¹ ist schon genervt, weil ich immer noch das gleiche Album hoch- und runter höre. So ist das aber immer bei mir: Wenn mir ein Album gut gefällt, dann höre ich das gerne mal ein halbes Jahr nahezu durchgehend. Das war schon immer so, das bleibt wohl auch so. In meinem Last.fm-Profil scheine ich auch im Vergleich mit anderen eher wenig neue Musik dazuzuhören, sondern eher oft meiner „alten“ Musik zu frönen. Komme ich mit klar. Gutes vergeht nicht.

 

Fußball. US Medien. Handgelenk. Sport.

Die Zeitungen beschwören den Niedergang des Profi-Fußballs. Ultras, Videoschiris und das – ach! – so viele Geld ruinieren den Fußball. Der hat erfahrungsgemäß noch alles verdaut, was ihm die Presse so vorgeworfen hat, selbst WMs in Katar und Russland. Wirklich besorgniserregend sind bestenfalls die Anstoßzeiten. Was ist aus dem guten alten Fußballsamstag geworden?

Ach ja, Terror. Man stumpft ab. Ein LkW, eine Explosion, Menschen, die sich schützend vor die anständigen Muslime stellen. Alles schon gehört. Berührt mich nicht mehr. Der Terror verliert seinen Schrecken. Er schafft sich selber ab.

Schaue, dank Trump, fast täglich in NY Times und Washington Post. Auf YouTube lache ich nun regelmäßig mit John Oliver und Stephen Colbert über die Trump-Administration und kann Trump-Zitate gar nicht mehr anders denken als in der Colbert-Parodie. Die TV-Fernbedienung brauche ich nur noch zur Lautstärkeregulierung nd für DMAX (Berieselungssender).

Unter der Woche Bogenschießen gewesen und mir mit nem 50-Pfünder eines Kollegen („Viel zu viel!“, wie erfahrene Bogenschützen auf dem Gelände uns mitteilten) gleich das linke Handgelenk ruiniert. Es schmerzt nun und Gitarre zu spielen, scheint das nicht besser zu machen. Also lieber die Gitarren erstmal stehen lassen. So richtig los werde ich mein Handgelenksproblem nicht. 🙁

Schaffe es mittlerweile wieder regelmäßiger zum Bouldern und gehe alle zwei Tage laufen. Gerade bei letzterem musste ich mich doch zunächst wieder über die 5km quälen. Jetzt sehe ich den 8 wieder optimistisch entgegen. Montag gibt’s neue Laufschuhe.

Terror-PR | Sonnenschein

Terroristen-PR

Jeden Tag aufs Neue melden die Medien, dass britische oder amerikanische Familien die IS um Gnade für ihre entführten Söhne bitten. Aus Sicht der Familien ist das sehr verständlich, allerdings spielen sie der IS damit in die Hände, wogegen die Erfolgsaussichten bei Null stagnieren, denn nur durch tote Geiseln kann sich die Miliz weiterhin ihrer Zielgruppe als hart und unnachgiebig präsentieren. Im umgekehrten Fall wüde sie den Nimbus der unbarmherzigen Gaubenskämpfer verlieren – und damit auch die Unterstützung der potentiellen Unterstützer in den westlichen Ländern. Letztlich spielen die Opferfamilien das grausige PR-Spiel der IS einfach mit.

Sonnenschein

Gestern in „Wetten, dass…“ hineingezappt. Tokio Hotel neben einer unbekannten, permanent entsetzt guckenden Blondine mittleren Alters gesehen, und dann kam auch noch Karl Lagerfeld die Treppe hinuntergetrappelt. Haben dann lieber „Little Miss Sunshine“ per Netflix gesehen. Schöner Film mit einer wunderbar skurrilen Figurenzusammenstellung.

Auch den realen Sonnenschein genossen. Warme Oktobertage bieten immer die Momente, in denen ich mir kein schöneres Land als Deutschland vorstellen kann. Wir meckern ja immer gerne, besonders über das Wetter, aber wenn wir sonniges Wetter haben, dann ist es hier unschlagbar schön. Natürlich hat all das Grün hier auch so seine Nachteile: Im ganzen Garten muss geschnitten und geschnibbelt werden, und Unmassen an Ästen und Blättern wollen entsorgt werden.

Und soo schlecht ist unser Wetter hier auch nicht: Weder bei der morgendlichen Fahrt zur Schule noch beim abendlichen Joggen musste ich seit Juli ernsthaft mit Regen kämpfen. Lediglich einmal kam ein wenig Nieselregen vom Himmel und einmal bin ich auf der Heimfahrt wirklich nass geworden. Aber meistens konnte ich sogar bei Sonne und angenehmen Temperaturen fahren und laufen.

Also: Nicht so viel übers Wetter meckern. Meist ist’s besser, als man’s aus der bequemen Wohnstube wahrnimmt.

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