Mrz
7
2010
Also diese Partei ist wirklich die größte Lachnummer nördlich des Äquators. Kaum liefert Jürgen „Ich-bin-mietbar“ Rüttgers die Steilvorlage für ein Wahlkampfthema, da muss Hannelore Kraft nachziehen und ihn in puncto Dummheit überteffen. Wie d ä m l i c h muss eine Politikerin sein, wenn sie gut zwei Monate vor der Landtagswahl ausgerechnet das Thema ausbuddelt, für das ihre Partei bei dem letzten halben dutzend Wahlen so schwer abgestraft wurde, dass sie politisch förmlich auf den Brustwarzen kriecht? Das ist so unendlich dumm, dass ich, als ich die Meldung im Radio hörte, zunächst dachte, eine andere Person namens “Kraft” hätte diese Forderungen formuliert, aber nein – das populistische Gelalle, die meisten Arbeitslosen würden sich freuen, wenn sie „nur einen symbolischen Aufschlag“ auf ihre Stütze bekämen und dafür Schnee schippen dürften, ist tatsächlich auf Hannelore Krafts Mist gewachsen. Und Mist ist das und zwar gewaltiger!
Das war ein Knieschuss, Frau Schröder Kraft, insbesondere hier in Nordrhein-Westfalen, wo die SPD im Gegensatz zu anderen verlorenen Bundesländern eigentlich gute Chancen hätte, ihre Hartz-Scharte auszuwetzen. Aber so nicht. Ich empfehle einen Parteiwechsel: Treten Sie doch für die FDP an, Frau Kraft, dann klappt’s auch wieder mit den Stammwählern.
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Feb
27
2010
Nun gut, wir lernen heute am Beispiel von Köln, dass man mit dem Fluten von U-Bahn-Tunneln Korruption und Vetternwirtschaft entgegentreten kann. Zwar auf gewissermaßen hilflose Art und Weise, aber immerhin verhindert man, dass alles noch schlimmer wird und noch mehr Menschen zu Schaden kommen. Deshalb mein Vorschlag: Lasst uns das Berliner Regierungsviertel fluten. Das ist zwar zunächst unschön, wird uns aber langfrsitig mehr nützen als die uns schaden können.
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Feb
25
2010
“Der geborene Unsympath!”, sagte die Fahrerin und schüttelte verständnislos den Kopf. Sie meinte unseren Außenminister. Und unser Oberleichtmatrose gibt sich täglich alle Mühe, diesen Eindruck zu verfestigen. Nachdem er sich mit unsäglichen Aussagen zu Hartz-IV-Empfängern ins gesellschaftliche Abseits geredet hatte und zuletzt dann doch den unvermeidlichen Dämpfer von Bundekanzlerin Merkel bekommen hatte, kann der pöbelnde Guido doch nicht an sich halten: Er muss das letzte Wort haben, und wenn nicht, dann eben erst recht!
Und während der deutsche Außenminister engstirnig und mit kaltem Herzen innenpolitische Händel austrägt, tummelt sich unser zweiter Außenminister von und zu Guttenberg in olympischen Sphären und lässt tolle Fotos schießen. Schade eigentlich, dass die CSU der FDP mehr Opposition macht als die Opposition.
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Feb
24
2010
Merkel hat lange still gehalten in dem Getöse um Westerwelles Verbalauswürfe, jetzt meldet sie sich zu Wort und verteilt dem quengeligen Junior ein paar deftige Kläpse auf das zappelige Hinterteil, wie diese Auszüge aus einem Interview mit der FAS zeigen. Jetzt bleibt die Frage: Wird Westerwelle sich wie ein braver Schulbub in die Ecke stellen oder wird er wie ein renitenter Teenager jetzt erst recht weiterrandalieren? Hoffen wir auf letzteres!
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Feb
20
2010
Dieses Mal macht es gar keinen Spaß, über Olympia zu meckern und über verrotzte, aufgeputschte Biathleten herzuziehen. Auch das Nichtbeachten der sportlichen “Großereignisses” im Blog vorzuzeigen, reizt mich nicht wirklich, und das kann man getrost auch auf weitere Ereignisse ausdehnen, die sich aktuell abspielen. Dass z.B. neben Raabs Kandidaten für den Eurodingenskirchencontest die Hand voll Katzenjammerer bei “Deutschland sucht den nächsten Auszulutschenden” jetzt schon einen Klassen- und Charismaunterschied machen, der sich gewaschen hat, bleibt unerwähnt. Zum Gepolter um Helene Hegemann verstumme ich. Der Pilotenstreik juckt mich nicht die Bohne und ob Verdi Mitarbeiter unter Tarif bezahlt, soll andere Hunde wecken. Zu Westerwelle ist alles gesagt. Dass Jürgen Rüttgers sich Gesprächstermine landesfürstlich entlohnen lässt, überrascht nicht und muss ungesagt sein, die Griechenlanspleite wird in Stille beobachtet, die Flutung der Kölner U-Bahn stumm erwartet.
Ist doch alles wie immer.
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Feb
15
2010
Hach – so liebe ich das! Die Diskussion um Westerwelle brodelt wie selten, seit Merkel den Kochlöffel rührt. Und zwar in alle Richtungen: Die Kanzlerin distanziert sich vom Vizekanzler, dessen Generalsekretär pflichtet ihm pflichtbewusst bei, während der Parteivize ihm wiederum in den Rücken fällt – wohl aus Angst um seine Wiederwahl, ob des wildgewordenen Esels, wie Heiner Geißler den Außenminister diesertags zu nennen pflegt. Heidewitzka! Was ein Fest!
Maulesel, müsste man Heiner Geißler korrigieren, denn was Westerwelle aktuell abzieht, wirkt auf Außenstehende doch eher wie das Strampeln eines Ertrinkenden, der auch seine letzten Retter noch unter Wasser ziehen wird. So richtig reif scheint der Leichtmatrose und Vorsitzende der Spaßpartei noch nicht zu sein – aber es bleiben ihm ja noch ein paar Jährchen, um sich die Eselsohren abzustoßen. Es festigt sich auch der angenehme Eindruck, dass die Union Westerwelle nicht wirklich ernstzunehmen scheint.
Ungeachtet dessen: Es war wirklich nett von Westerwelle, die Dekadenz unserer Gesellschaft einmal zur Sprache zu bringen, freudscherweise auch noch mit einem passenden Geschichtsverdreher versehen. Jetzt können wir endlich über Mindestlöhne diskutieren. Und darüber, was “Sozialismus” bedeutet und was nicht.
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Feb
14
2010
Endlich! Nach Jahren des haltlosen Kampfes der Politiker gegen Arbeitnehmer, gibt es endlich einen (einen!), der es verstanden hat. Einen, der das Problem benennen kann. Den einen, der den Durchblick hat. Den Einäugigen unter den Blinden: Guido Westerwelle!
Wir müssen ihm das natürlich nachsehen, das mit dem einen Auge, denn er ist halt etwas linksblind und übersieht schnell, dass seine Steuersenkungen uns blitzfix in den Ruin treiben würden. Vielleicht erklärt ihm schnell jemand das Wort “Mindestlohn” und was es bedeutet, wenn Menschen als Lohnsklaven von Zeitarbeitsfirmen geknechtet werden. Leider kenne ich da jemanden aus meinem direkten Umfeld, dem es die Zeitarbeitsfirma per Knebelvertrag mehr oder weniger unmöglich macht, einen regulären Lohn zu verdienen, weil es eine viermonatige(!) Sperrfrist für eine Übernahme gibt. So hat der Arbeitnehmer die Wahl: Weiter als Sklave zu knechten und zwei Drittel seines Lohnes an die Sklavenhalter abzudrücken, dafür aber wenigstens etwas Geld zu verdienen, oder für vier Monate in die Arbeitslosigkeit zu gehen, um dann erst übernommen zu werden.
Aber der Herr Westerwelle ist ja “liberal”, also ganz besonders für die Freiheit, da wird er sicherlich schnell erkennen, welche üblen unfreiheitlichen Auswüchse dieses System gebiert. Denn Sklavenhaltung und dadurch erwachsenden “anstrengungslosen Wohlstand“, wie im dekadenten römischen Reich, das will bestimmt auch der Herr Westerwelle nicht. Ganz bestimmt.
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Feb
7
2010
Hey, was soll das Herumgelese hier? Stört mich nicht bei der Arbeit… ich bin gerade dabei, reich zu werden… ich mache aus Aldi-Rohlingen Gold… beschrifte gerade eine leere CD mit rotem Stift… “Steuer… sünder… 2007 – 2008″ … und werde diese dem Angela unterjubeln… mindestens 2 Millionen müssen dabei rüberwachsen… und dann mache ich hier eh’ dicht. Könnt ihr aber auch machen, wir sehen uns dann auf den Bahamas! (Liefern die eigentlich aus?)
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Jan
23
2010
Ach wie schön, endlich kann ich wieder einen Artikel aus Firefox heraus schreiben – denn mit dem Sprung auf Version 3.6 scheint Firefox wieder eine schnelle Alternative zu Opera und Safari zu sein. Vorher war der Seitenaufbau bei Firefoc ja eher… hm… träge. Jetzt paddelt er nicht mehr, jetzt surft er wieder! Habe auch gestern erst die Video-”Ausleih”-Funktion bei iTunes entdeckt und gesehen, dass man da viele tolle Filme für relativ wenig Geld ausleihen kann. Finde ich gut, werde ich demnächst öfter mal nutzen – es erspart einem die Enttäuschung schon verliehener Filme in muffigen Videotheken, in die man auch die Tochter nicht gerne mitnehmen möchte. Kennt vielleicht jemand noch eine weitere Alternative?
Ein kurzer, aber unvermeidlicher Austritt in die Politik. Ich kenne da einen FDP-Wähler, der mir vor der Wahl erzählt hat, wer weiß wie wenig Lobbypartei die FDP wäre und wie toll die Wirtschaftskompetenz der Partei wäre, und mit Besserverdienern nichts am Hut hätte und… und… und nun sammele ich. Fleißig. Jedes kleine Gesetz, jede kleine Entscheidung, jede Spende, jedes Gerangel um (wirklich) freidenkendes Personal. Und wir stehen erst am Anfang.
Aber ich will keinen jammern hören, der die Mövenpick-Partei gewählt hat. Und auch die stolzen Nichtwähler sollen weiterhin brav die Zähne zusammenbeißen und das stumme Maul nur öffnen, um zu schlucken, was die gelb-schwarze Hornisse ihnen zu fressen gibt. Jetzt bekommt ihr vier Jahre eure Quittung und ich will das voll auskosten.
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Jan
17
2010
Ein kleines Spottgedicht, entnommen dem Leserbriefeteil unserer sonntäglichen als Zeitung getarnten Werbeschleuder (und gleichzeitig ein Test der Wordpress-App):

Nachtrag: Der Leserbriefschreiber wusste (hoffentlich) nicht, dass sein Leserbrief zeitgleich mit folgender Meldung das Licht der Öffentlichkeit erblicken würde:
Hotelunternehmer spendete FDP 1,1 Millionen Euro.
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