Jul 25 2010

E-Postbrief – das klingt böse

Hokey

Bei der elektronischen Variante könne ein Polizeibeamter, wenn er gegen jemanden einen Anfangsverdacht habe, bei der Post gegebenenfalls sogar E-Mails einsehen. Dabei müsse es sich nicht einmal um ein schweres Vergehen handeln. Dies falle umso mehr ins Gewicht, als die Post eine Kopie dieses Briefes für einen nicht näher definierten Zeitraum speichere – ob man das wolle oder nicht. (Heise)

Übel. Das bedeutet doch auch, dass meine Korrespondenz gelesen werden kann, wenn ich jemandem an seine E-Postbrief-Adresse schreibe. Gute Nacht.


Jul 2 2010

Analysten der Banken versagen erneut

Hokey

Brasilien wird nicht Weltmeister. Mal wieder haben die Analysten versagt. Und lasst mich raten: Fußballspiele zu tippen, ist leichter, als globale Finanzströme zu berechnen…

Deutlich umfangreichere Studien kommen von Goldman Sachs, UBS und Commerzbank. Beispiel Commerzbank: Auf 16 Seiten analysieren die Experten Weltranglistenplatzierung, Turnierbilanz und beachten sowohl Heim- als auch Kontinentvorteil. Das Ergebnis deckt sich mit dem der Deka: Brasilien gewinnt im Finale gegen Spanien und wird Weltmeister. UBS und Goldman schließen sich an: Brasilien! (Capital.de)


Jun 20 2010

Pessimismus-Nachschlag

Hokey

Da kursiert ja die Rede von diesen vier Jahren, die noch Öl aus dem BP-Bohrloch fließen wird, wenn man das nicht gestopft bekommt. Ich denke, wir sind uns einig, dass es mindestens acht Jahre sein werden, die das Öl dort heraussprudeln wird… So bleibt zu hoffen, dass es auch nicht bei 50 Milliarden bleiben wird, sondern eher 100 Milliarden werden.

Aber hey, Kevin Costner wird uns retten! Zumindest den PR-Agenturen wird die Arbeit nie ausgehen!


Mai 25 2010

Meldungen, die einen aus den Socken heben

Hokey

Was ist denn heute los? Der Tag der überraschenden Meldungen? Erst das:

Als Reaktion auf die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko bereitet der US-Kongress eine Vervierfachung der Ölsteuer vor. (Spon)

Also mal eben eine Vervierfachung! Die wäre also möglich, ohne die arme, ausgebeutete und steuergeplagte Industrie zu schwächen. Das heißt, da wäre schon lange vorher einiges mehr an Steuern drin gewesen. Schlimm genug, dass die anderen, während BP das totale Umwelsdesaster produziert, einfach weiterbohren dürfen. Und natürlich war vorher alles sicher, kein Problem, schon tausendmal gemacht, neueste Technik. Dabei muss man fast schon dankbar sein, dass da nur giftiges Öl ins Wasser fließt, man möchte sich gar nicht ausdenken, was da alles noch auf uns zukommen wird, bei all unseren ach so sicheren Atomreaktoren…

Dann die erfreuliche(?) Überraschung:

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) will nach Medienberichten seine Ämter niederlegen und aus der Politik ausscheiden. (FAZ)

Da ist ja man ja im ersten Moment geneigt, Anlauf zu nehmen und mit der Siegerfaust über den Laminat zu rutschen, aber… irgendwie… bei Koch hat halt alles ein Geschmäckle. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Person nicht noch irgendeine schäbige Absicht damit verfolgt. Ansonsten: Daumen hoch, Herr Koch. Das war die vernünftigste Entscheidung seit Eintritt in die CDU.

Nachtrag
Uff. Volker Bouffier soll als Ersatz für Koch nachrücken. Hat die CDU auch sympathische Politiker?


Mai 16 2010

Am ausgestreckten Arm

Hokey

Oho! Die „Politiker zürnen Ackermann“, so lautet es bei FAZ.net bezüglich Ackermanns Äußerungen zur Griechenland-Pleite. Erhitzt euch ruhig weiter, liebe Politiker, aber das wird den guten Josef nicht anfechten, zeigen euch doch alleine schon die äußeren Umstände seines jüngsten Auftritts bei Illner, wer hier welchen Stellenwert genießt. Außer einem Josef Ackermann bekommen sonst nur hochrangige Gäste wie Bundeskanzler oder -präsidenten die Gelegenheit, im Einzelinterview ihre Depots zu pushen persönliche Meinung kundgeben zu dürfen. Eine kleine Leuchte wie ein krakeelender „Wirtschaftsminister“ Brüderle braucht sich solche Hoffnungen gar nicht erst zu machen, da kann er sich lange strecken, da lässt ihn einer wie der Josef am ausgestreckten Arm zappeln. Und wenn er zu oft und zu laut krakeelt, werden einfach die Spendengelder gestrichen, so einfach ist das. Basta.


Jan 12 2010

Bank von Kunden leergeräumt

Hokey

Kunden räumen eine Bank leer – nun ist sie pleite. Ich weiß nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll.

Am Abend noch sei sein Geldinstitut liquide gewesen, schäumt Bank-Eigentümer Dirk Scheringa vor Wut. Dann kamen die Sparer und räumten ihre Konten – aus Angst vor einem bevorstehenden Kollaps.

Immerhin: Das Abstimmen per pedes hilft mehr als man denkt. (via Fefe)


Dez 10 2009

6.000.000.000 Dollar Strafe für Songpiraterie?

Hokey

Zwar leider bislang nur hypothetisch, aber immerhin gegen die Größen der Musikindustrie:

Die kanadischen Töchter der Musikkonzerne Warner Music, Sony, EMI und Universal müssen sich in einer Sammelklage wegen Copyright-Verletzungen vor Gericht verantworten. (…) Die Höhe der Schadenersatzzahlungen bemesse sich nach denselben Regeln, nach denen die Musikkonzerne Millionenschäden durch den nicht lizenzierten Tausch ihrer Titel in Filesharing-Netzwerken behaupten würden, ätzte Geist in seinem Blog. (futurezone.orf.at)

300.000 Songs stehen da zur Debatte zu einem Preis von 20.000 kanadischen Dollar pro Song, da haben die gierigen Industriepiraten aber ganz schön zugelangt!


Okt 31 2009

Gebt mir die Schweinegrippe!

Hokey

Ich will das Zeug nicht essen müssen! Kann man irgendwie herausfinden, wer das Zeug worin verarbeitet?

Importieren ja, anbauen nein: Die Europäische Kommission hat die Genehmigung für den Import von drei neuen Genmais-Sorten nach Europa erteilt. Die Brüsseler Behörde fällte die Entscheidung am Freitag zeitgleich mit dem Ende des EU-Gipfels.
Konkret geht es um Maissorten der weltgrößten Saatguthersteller Monsanto (MON 88017 und MON 89034) sowie von Pioneer (59122xNK603). Alle drei Arten sind gegen bestimmte Schädlinge immun. Die Zulassung erfolgt für den Import als Futter- und Lebensmittel, ein Anbau ist nicht geplant. (Spiegel Online)


Okt 25 2009

Die Finanzen von 82 Millionen Deutschen…

Hokey

“…nächste Frage!” (via)


Okt 25 2009

Das obere Fünftel der Leistungsträger

Hokey

“Allein das oberste Fünftel der der Leistungsträger bestreitet rund 70 Prozent des Gesamtaufkommens der Einkommenssteuer.”

Diesen Satz habe ich in letzter Zeit oft in Talkshows aus den Mündern der neuen Koalitionäre gehört. Was man dabei noch bedenken sollte und warum Sloterdijk zum Ökonom nicht taugt, erklärt der Freitag.