Damit das mal klar ist und keine Missverständnisse aufkommen: Ich halte heute Abend zu Tante Merkel, auch wenn ich ihr keine zweite Amtszeit gönne. Aber die SPD muss erst einmal durch ein tiefes Tal der Tränen gehen, bevor ich ihr Erfolge gönnen kann. Und so einer wie Agenda-Kurnaz-Steinmeier hat dabei keinen Stich zu machen. Nicht einen. Nicht. Keinen.
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Bückling-Merkel
Offenbar hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) höchstselbst dem Manager Ackermann, Chef einer privaten Bank, die Offerte unterbreitet, ihre Amtsräume für die private Feier zu nutzen. So stellte es zumindest Ackermann dar. In einem Interview für eine ZDF-Sendung am 11. August plauderte er nebenbei auch über den feuchtfröhlichen Abend und wie es dazu gekommen war.
Merkel habe ihm gesagt, “sie würde gerne etwas für mich tun. Ich solle doch einmal etwa 30 Freunde und Freundinnen einladen aus Deutschland und der Welt, mit denen ich gerne einen Abend zusammen sein würde im Kanzleramt. Und ich muss Ihnen sagen, es war ein wunderschöner Abend.” (Süddeutsche)
Ei der Daus. Das Merkel bezahlt von Steuergeldern des Ackermanns feine Geburtstagsparty. Und eine Hand wäscht bekanntlich immer die andere… putzen sie ihm doch bitte demnächst die Schuhe, Frau Merkel, das käme ihrer gebeugten Körperhaltung zupass.
Gewitterwürmchen, Werbung, Schaden und sowas
Ich wollte ja eigentlich zum Vodafone-Gedöns nichts schreiben, aber jetzt, wo mir auch die SZ es aufs Auge drückt, muss ich einfach. Aber nur kurz und eigentlich habe ich das schon tausendmal geschrieben, Langzeitmitleser dürfen jetzt weitersurfen: Werbung von gekauften Figuren ist unglaubwürdig, weil deren Aussage jeder – ja, JEDER – für etwa die gleiche Summe und noch weniger tätigen würde. Das beweisen uns täglich Heerscharen gekaufter Schauspieler in nervigen Werbespots. Werbung wird dann richtig gut, wenn sie aus persönlicher Überzeugung kommt. Aus Überzeugung! Überzeugung! Begreift das mal endlich einer in den Werbeklitschen?
Habe heute ordentlich im Garten geschuftet und etwa drei Kubikmeter Hecke geschnitten. Stinke wie ein Ochse und komme mir vor wie ein Gewitterwürmchenhotel. Die kleinen Kerle stehen auf weiße T-Shirts. Das Gewitter lässt jedoch auf sich warten, von mir aus kann’s sich auch gerne woanders abregenen – ein paar trockene Tage wären jetzt doch mal wieder ganz nett. Freue mich auf die Tiefkühlpizza, ein Bier und eine kurzweilige Lektüre zur Sozialen Frage. Habe heute gemerkt, dass ich wieder etwas Input vertragen kann, die letzten Monate haben mich doch ganz schön “abgefüllt” mit allerhand Informationen und Zeug, dass mir wenig Platz für Neues im Oberstübchen blieb.
Habe mich heute beim Radiohören gewundert. Dort sagte man, Jörg Tauss habe die SPD verlassen, um Schaden von der Partei abzuwenden. Dann ist er in die Piratenpartei eingetreten. Folgerichtig will er der dann doch Schaden zufügen, oder? Schon ‘ne komische Geschichte mit dem Tauss, muss man schon sagen. Bin mal gespannt, was da am Ende bei herauskommt…
Berlusconi ist aktuell oft in den Schlagzeilen. Wären wir Europer wirklich aufgeklärt, hätten wir den schon mit Schimpf und Schande vom Kontinent gejagt, aber die Italiener werden ihn weiterwählen, also sollen sie auch weiterhin unter ihm leiden. Gleiches gilt für uns im Herbst, denn wer mit Schwarz-Gelb wählt und hinterher jammer, der hat bestenfalls ein paar Ohrfeigen verdient, die man bis Berlin schallen hören sollte. Rente mit 69? Wäre doch mal ‘ne schwarz-gelbe Perspektive nach der Wahl… und dass Merkel behauptet, die Steuern nicht erhöhen zu wollen… dazu sage ich nur: Guck mal Mehrwertsteuer!
Kennt eigentlich jemand einen guten, kostenlosen Blog-Client für den Mac?
Turbulent
Junge, Junge, was ist los im letzten Quartal des Jahres 2008? Der Dax rasselt durch die Decke, man schürt massenweise Hilflosigkeitspakete (Merkel bürgt fürs Universum), die man den Superreichen, Reichen und Möchtegern-Reichen vorne und hinten reinschiebt, während man gleichzeitig den Ärmsten die Möglichkeiten auf juristischen Beistand beschneidet. Und dann wird auch noch Marcel Reich-Ranicki für seine zu beglückwünschende Absage an das deutsche Qualitätsfernsehen vom Qualitätsleitmedium Spiegel-Online schwer beleidigt.
Mensch, liebe Spon-Redakteure: Copy&Paste könnt ihr! Das habt Ihr doch schon unter Beweis gestellt, da kann es doch nicht so schwer sein, schnell bei den Kollegen von der FAZ oder der SZ zu spicken und den Namen dann richtig hinzuschreiben einzufügen. Oder?
Eiskalt erwischt
Manchmal schreibt der Zufall köstliche Geschichten: Während sich in Island der erste Staatsbankrott ankündigt, winken CDU und SPD den Einsatz der Bundeswehr im Inneren durch. Natürlich nur wegen 9/11 und Terror und so. Ist das eigentlich ein “besonders schwerer Unglücksfall“, wenn die Leute demnächst scharenweise ihr Geld von der Bank holen wollen?
Aber immer mit der Ruhe, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Irgendwo höre ich immer “Ermächtigungsgesetz”, doch keine Sorge: Parlament und Bundesrat sind durchaus noch aktiv und wach. Ich hoffe, wir werden das jetzt ohne Burgfrieden erleben, wie die Opposition der Regierung die Zehen plattrampelt.
In Island wird es jetzt kalt, mindestens so kalt wie die Fließbänder bei Opel und BMW. Russland wärmt sich derweil die Hände an den Ölreserven, die in Krisenzeiten mehr Brennwert haben, als all die erfundenen Aktienpakete zusammengenommen. Hoffen wir, dass der Winter nicht allzu kühl wird, sonst regiert demnächst Zar Schröder I. von Gazprom unser Deutschland.
Doch bis dahin wurschtelt weiterhin Angela Merkel mit eiskaltem Händchen. Zack! Und schon wieder ein paar Soldaten mehr in Afghanistan. So einfach geht das.Spart Heizkosten im kommenden Winter, macht unabhängiger von Russland und demonstriert Stärke und Einsatzbereitschaft. Außerdem können die kein Geld von der Bank abholen, solange die da drüben sind. Sichert irgendwie auch den Bankenstandort Deutschland. Aber pssss… hier herrscht “Pflicht zum Optimismus“… also diese pessimistischen Ergüsse ja nicht weitergeben… ist ein heißes Thema.
Aber die sollen mal alle machen! Ich kaufe mir jetzt erst mal beim Aldi ein paar Tonnen Dosenbohnen, und wenn der Aktienkurs der Deutschen Bank so richtig am Boden ist, kaufe ich damit alle Aktien auf und entlasse Josef Ackermann mit goldenem Arschtritt. Eiskalt, doch immerhin käme das einer moralischen Wertsteigerung der Deutschen Bank von 25% gleich.