Deutsche Post: Wieder Wahlkampfhelfer der CDU per EinkaufAktuell

Wie schon vor der Bundestagswahl 2009 trommelt die Deutsche Post die Werbepauke für die CDU:

Bild mit Rüttgers und FrauUnd wie beim letzten Mal findet man auch heute wieder ein „Interview“, als Anzeige deklariert, auf Seite 3. Mit butterweichen Arschkriecherfragen und den gleichen Fotos, die man auch auf den Wahlplakaten zu Gesicht bekommt.

Kann man den Typen verbieten, das Blatt ans Haus zu liefern?

Deutsche Post gibt Wahlempfehlung

Als Anzeige kaschiert trommelt die Deutsche Post in ihrem kostenlosen Postwurf-TV-Programm am letzten Tag vor der Bundestagswahl lauthals Werbung für Merkel:

Werbung für MerkelWar ja immer zufrieden mit der Post, aber heute habe ich die Schnauze voll von dem Laden. Und dass es sich um ganz bewusste Irreführung handelt, erkennt man am “Interview” mit Merkel auf Seite 3, denn auch dieses hat man als “Anzeige” deklariert. Als Interviewer steht da aber nicht “CDU-Parteizentrale”, sondern “Einkaufaktuell”:

InterviewIch denke, daraus kann jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Überschriften sind doof

Während die Demoskopen Spitzenplätze nur noch an CDU und CSU-Köpfe verteilen, zumindest in den Top-of-the-Pop-Rankings, gibt Feynsinn der SPD anlässlich einer Meldung des DIW bezüglich Reichen- und Erbschaftssteuer eine volle Breitseite. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte auch noch so viel Wut im Bauch, um solche Polemiken zu schreiben, aber die SPD ist mir eigentlich nur noch gleichgültig. Soll sie doch den Bach runtergehen mit ihren ganzen Agenda-Fatzkes, Ausschussbehinderern und CDU-/FDP-Nachäffern.

Denn irgendwie geht doch sowieso alles einfach immer so weiter wie vorher. Die Großkupferten schreien weiterhin nach unendlichem Wachstum und Lance Armstrong fährt Tour de France. Ist wie bei den Banken: Ab einer gewissen kritischen Größe kann man sich offensichtlich alles erlauben. Ich gebe mal eine Prognose, dass auch der BND-Untersuchungsausschuss nicht mehr neu aufgelegt wird, dazu blocken die ehrenhaften Parteien der Mitte viel zu gerne das Recht aus. Bundesverfassungsgericht hin oder her.

Ach! – so langsam bemerken auch ein paar Zurückgebliebene, dass es etwas wie das Internet gibt. Die Post und Zensurursula haben ganz tolle Ideen entwickelt: Die eine will nun E-Mails ausdrucken und zustellen, die andere verlangt, dass man sich Verhaltensregeln fürs Internet ausdenken sollte. Wie gut, dass wie nicht auf sie gewartet haben. Schnarchnasen.