Von Haschisch, Babwü und Pofalla

Werde durch Tochter² wieder daran erinnert, dass zum Sprechen lernen immer zwei gehören. Der, der nicht sprechen kann, und der, der es von ihm lernt. Oder so. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass „mies“ soviel wie „meins!!!“ bedeutet, wenn ich die Mandarine auspacke. Und mit „Haschisch“ meint Tochter² „Obst jeder Art, außer Bananen“, denn „Banane“ heißt „Babwü“. „Haschisch“ darf man nicht verwechseln mit „Hases“ und „Tasche“, was sie alles phonetisch sehr ähnlich ausdrückt. Ersteres bedeutet „Schau mal mit mir auf dem Arm, ob der kleine Hase wieder durch unseren Garten hoppelt“ und Letzteres braucht keine Erklärung. Das spricht sie richtig. „Ham!“ herauszufinden, war sehr leicht, denn das meint „Essen, sofort, am besten vorgestern!“. Tochter² sagt oft „Ham!“. Nachgelassen hat der Gebrauch von „habbn“, das war ihr erstes Wort, und ist auch ziemlich gut getroffen: „Gib her! Das will ich!“. Lustigerweise benutzt sie das auch quasi passiv, um zu signalisieren, dass man sie haben soll, es heißt also auch: „Nimm mich auf den Arm!“. Dann aber kombiniert mit deutlicher Körpersprache (hochgestreckte Arme, wedelnd).

Dummerweise spricht Tochter² kein „O“, weshalb die Oma zur „Mma“ wird. „Mama“ und „Bapa“ sowie der Name von Tochter¹ gehen gut über die Lippen, allerdings wird letzterer oft synonym für Kinder aller Art verwendet. Auch „Mmas“ gibt es mehr als gewöhnlich.

Ansonsten: The same procedure

Jedesmal das Gleiche: Politiker wechselt in die Wirtschaft, bevorzugt auf einen Lobbyposten. Dann folgt großes Geschnatter in den sozialen Netzwerken über die da oben, irgendein Grünen- oder Die-Linke-Politiker stellt sich empört vor ein paar Mikros, der betroffene Politiker gibt sich unschuldig, man verweist auf die Dringlichkeit des Austauschs zwischen Wirtschaft und Politik und nach einer Woche geht alles wieder die gewohnten Wege. (Und natürlich hätten die Hochempörten alle das hochbezahlte Lobby-Angebot abgelehnt! Nee! Sowas nicht! Produkttests im Blog, das ist was anderes, aber gleich ein mehr als eine Million für Lobbyarbeit kassieren – niemals!)

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