Post-Punk.

Habe mich sehr gefreut über das Konzert gestern Abend in Chemnitz. Natürlich ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein und wird an der Grundproblematik nichts ändern, aber ich bin überzeugt, dass solche Aktionen vielen Menschen Mut machen, die sich im Alltag immer wieder großen und kleinen Neo-Nazis gegenübersehen. In meinem kleinen Dorf liefen sie früher auch ganz offen glatzköpfig und springerstiefelig durch die Gegend, und es gab wenig Verbindenderes als zu wissen, dass auch alle anderen „Schrei nach Liebe“ hörten.

Ich teile ansonsten Liane Bednarz‘ Unbehagen:

Es müsste eine Veranstaltung der Zivilgesellschaft, zB ein empowerndes Konzert geben, an dessen Ende die Veranstalterin die Menge nicht dazu aufruft, „Alerta, alerta, Antifaschista“ zu skandieren. Mit Antifa-Parolen wird man den Rechtsruck ganz sicher nicht stoppen. #wirsindmehr— Liane Bednarz (@L_Bednarz) 3. September 2018

Mehr Mitte, weniger Ränder. Keine Werbeveranstaltung für die Radikalen, wo auch immer sie sich vorläufig verorten. 

Besonders schlimm dennoch Kramp-Karrenbauer mit ihrer völlig fehlgewichteten Kritik an Steinmeier (den man weitaus früher wegen ganz anderer Missstände hätte scharf kritisieren sollen). Die Frau will unter Umständen Kanzlerin werden und wir sollten im Auge behalten, ob sie in der Lage ist, der Nazi-Problematik Herrin zu werden.

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