Für Deutschquote im Radio.

Im Auto gibt’s kein Spotify. Das ist ein Problem. Eigentlich bräuchten wir darum ein neues Auto. Bei einer dreiviertelstündigen Hin- und Herfahrt, bei der im DLF Klassik lief, WDR 5 einen Samstags-Gottesdienst ausstrahlte und die schon tausend Mal gehörte MP3-CD auch keine Erfrischung bot, musste das lokale Radioprogramm herhalten.

Ich bin geläutert! Das nächste Mal werde ich alle Gottesdienste, Klavierkonzerte oder eintausendunderste Male in Kauf nehmen, um nie, nie wieder diesen gequirlten Metaphernmüll ertragen zu müssen, der sich im Radio breit macht, seit die Sender wieder vermehrt  Künstler entdecken, die in deutscher Sprache singen. Das war gejuchzte Ohren- und Gehirnfolter in Stereo über geleierte Wunder der Liebe und astronomischen Schwachsinn im Stile Xavier Naidoos. Da möchtest du noch mehr heulen als der Künstler und wünschst dir aus Verzweiflung sogar die Ironie und den Witz der Neuen Deutschen Welle zurück.

Bin seit heute strikt für eine Deutschquote im deutschen Radio: Maximal fünf Prozent, bitte zu füllen von Künstlern, die ihre Texte nicht aus dem Metaphernbaukasten für Frankfurter-Rödelheim-Imitatoren zusammenbasteln und diesen jammervoll-gequälten Knödelton zelebrieren.

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