Vor die Tür

Das kommt davon, wenn man das eigenständige, moralische Denken Stück für Stück durch egozentristisches, marktwirtschaftliches Denken ersetzt:

Abermals ist ein Kind eines Zuges verwiesen worden, weil es keinen gültigen Fahrschein hatte. Ein Schaffner habe die Dreizehnjährige bereits am Mittwoch in Wittstock (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) zum Verlassen des Zuges gezwungen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Freitag. (faz)

Diese Leute denken nicht mehr selber, sie denken nicht mehr an die Menschen, sie denken nur an „ihr“ Unternehmen, das sie genauso schnell vor die Türe setzt wie sie die kleinen Mädchen, wenn sie nicht ihren „Job“ so erledigen, dass der maximale Profit für ihren Chef dabei herausspringt.

Doch wen wundert’s? Wer nichts bringt, wird ausgesetzt, das gilt für Alte und Asylanten ebenso wie für Arbeitslose. Das ist Normalität in unserer fortschrittlichen Gesellschaft, die um das goldenste aller Kälber tanzt und täglich betet, dass das Vieh noch fetter wird.

5 Gedanken zu “Vor die Tür

  1. Sorry, aber die Kapitalismuskeule paßt hier nicht. Der Vollpfosten hätte wissen müssen, daß die Bahn genau so etwas nicht will. Und von seiner Kollegin hätte er wissen müssen, wie es für ihn enden dürfte. Daher verstehe ich die Nummer auch gleich doppelt nicht.

  2. Man kann zumindest nicht ausschließen, dass die Dreizehnjährige den Schaffner als „altes, verstunkenes Arschloch“ bezeichnet hat, und beim dritten Mal ohne Fahrschein hat er sie dann rausgeschmissen (eigentlich hätte er es schon beim ersten Mal tun sollen). Wenn er tatsächlich ein „altes, verstunkenes Arschloch“ wäre, dann hätte er sie schon beim ersten Mal rausgeschmissen, während sie weinend in der Tasche nach der vergessenen Karte kramte. Und in diesem Fall möge das Glück mit ihm sein, wenn er dereinst vor dem höchsten Richter steht.

    Grüße
    stephan@spamschlucker.org

  3. @Spamschlucker
    Nun ja, nichts genaues weiß man nicht… vielleicht ist sie auch einfach nur klein und süß, mit unschuldigem Gesicht und braunen Zöpfen, was den Schaffner sehr erbost hat, da er kleine Mädchen von Grund auf hasst, weil seine Schwester, die bei seinen Eltern immer auf die Tränendrüse gedrückt hat, an Weihnachten immer bevorzugt wurde, weshalb er kleine heulende Mädchen nicht ertragen kann und diese stante pede aus seinen Zügen werfen muss.

    Das möchte ich sehen, wenn er damit vor den höchsten Richter tritt! 😀

    @Eberon
    Kapitalismuskeule passt immer. 😛

  4. Generell dürfte er kein Kind rausschmeißen, er müsste ihre Personalien aufnehmen und eine Rechnung an die Eltern schicken. Aber welches Kind gibt schon seinen richtigen Namen an. Es müsste eine Auffangstation geben, wo die Eltern ihre Kinder abholen könnten wenn sie Wiederholungstäter wären, dann kämen sie auch sicher nach Hause.

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