Langsamer Abschied von Apple

Mit der gestrigen Keynote von Apple ist wohl mein langsamer Abschied von Apple eingeleitet. Die iPhones bleiben exorbitant teuer, bieten aber heutzutage nicht ansatzweise die Alleinstellungsmerkmale und Qualitätsunterschiede, mit denen z.B. das 3GS einst aufwarten konnte. Für lediglich 200 Euro bekommt man einem iPhone 5 entsprechende Geräte anderer Hersteller.

Sträflich vernachlässigt wird hingegen die in meinen Augen eigentliche Stärke von Apple: die Mac-Linie. Großartige Rechner, fleißig, schnell und leise; auch teuer, aber dank OS X effizienzfördernd. Kein Wort dazu, stattdessen die Präsentation der überflüssigen Apple Watch und eines NFC-Bezahlsystems, das andere Hersteller schon lange anbieten.

Zugegeben, die Apple Watch hat schon was. Besonders die Fitness-Funktion fände ich spannend, aber wenn ich mir vorstelle, mir neben all der Ablenkung über die vorhandenen Geräte noch eine zusätzliche Störquelle ans Handgelenk zu binden, dann verzichte ich gerne. Ein leuchtendes Handgelenk und haptisches Feedback – nö. Einfach nö. So spannend das sein mag. Mal abgesehen davon, dass es schon sehr gruselig anmutet, sich vorzustellen, wie die NSA meinen Herzschlag mittrackt.

Nach meinem iPhone 5-Desaster würde ich nicht zu einem Kauf des iPhone 6 raten (besser auf das 6S warten) und die Watch ist doch nur ablenkender Schnick-Schnack. Für 350 € bekommt man schickere Uhren.

4 Gedanken zu “Langsamer Abschied von Apple

  1. Zum fehlenden Wort zu Macs gestern abend sei gesagt, daß das die iPhone/iPod-Keynote war. Da hört man regelmäßig nichts zum Mac.

    »’s war immer so, s‘ war immer so« 😉

    Ansonsten gebe ich Dir völlig recht, auch wenn ich mit meinem iPhone 4s nach wie vor rundherum zufrieden bin.

  2. Da hst du recht, aber auf der Mac-Seite passiert mir dennoch zu wenig. Riesenpräsentationen zum Pro, den genau wer nutzt? Was ist mit dem Mini? Den iMac verschlimmbessert man im niedrigeren Preissegment. Wenigstens mal ein Prozessorupdate hier, ’ne größere SSD dort – es ist ja nicht so, als fielen die Preise nicht. Die Preispolitik bei den Macs erinnert manchmal an alte Versandkataloghändler, die haben sich auch nach Versand ihres Katalogs nicht mehr bewegt…

    Ich hoffe, dass mein drittes Exemplar eines iPhone 5 jetzt endlich auch einmal ein paar Jahre ordentlich funktioniert! Die anderen beiden waren ja jeweils nach einem Jahr durch. Und nach den Erfahrungen mit dem 5er bin ich bezüglich der Watch auch wegen der Akku-Laufzeit skeptisch. Dazu hat Mr. Cook gestern nämlich nichts gesagt…

  3. Keynote-Depression… ein bekanntes Phänomen.
    Zu Fokussierung aufs iPhone war zu erwarten – wurde schon kommentiert. Was Neuerungen an System angeht, empfehle ich die vorletzte Keynote zu Yosemite und iOS8. Da kommen schon nette Features hinzu.

    iWatch: vollkommen einverstanden. Ich betrachte dies wie das erste iPhone, welches auch erst noch ein bis zwei Nachfolger brauchte.

    Der Moment meines Interesses war aber Apple Pay. Das wird groß und das wird neu. Klar basiert es auf NFC – nichts, was Apple erfunden hätte. Aber Apple wird in Sachen Sicherheit und Usability im bestehenden Ökosystem weit vor den Androiden liegen. Da ich mich ohnehin nahezu vollständig Richtung bargeldlose Brieftasche bewege, wird dies einen enormen Schritt bedeuten.

    zu den Macs: Das ist ein weites Feld… ;-)))

    • Ha, ich entwickele mich gerade hin zu „möglichst nur Bargeld“-Brieftasche. Mehr Kontrolle über Ausgaben, man sieht sein Geld besser.

      Yosemite spare ich mir wohl für meinen alten 2008er iMac, das Macbook wird’s wohl schaffen. (Würde den alten iMac langsam mal gegen einen Mini tauschen, aber bis da mal was Neues kommt…)

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