Games.

Lese gerade einen begeisterten Artikel zu dem Ego-Shooter „Apex Legends“ und stelle einmal mehr fest, dass ich völlig raus bin aus dem Game-Business. Ich habe weder Fortnite noch PUBG gespielt und einmal nur ganz kurz bei dem eher unbekannten „Totally Unknown Battleground“ reingeschaut. Eigentlich bin ich ja schon raus, seit die MMORPGS groß wurden und das ist schon lange her, zumindest für die Computer-Zeitrechnung.

Spiele, in denen man für Gegenstände echte Geld bezahlen muss, sind mir fremd. Mittlerweile ignoriere ich sogar weitgehend Spiele, die mit dem Zusatz „In-App-Käufe“ versehen sind, weil mich meist die Werbung tödlich nervt und die Preise für In-App-Käufe dermaßen gesalzen sind, dass ich lange der Überzeugung war, dass das der Markt schnell regeln müsse.

Doch nichts regelte der Markt. Nach wie vor verlangen Free-To-Play-Spiele horrende Summen für lächerliche virtuelle Sammelkarten, Zufallsboxen oder Gegenstände. Und wie mir gestern von mehreren Seiten versichert wurde, sind jüngere Menschen als ich auch gerne bereit, Unsummen in solche Spiele zu investieren. Und nicht nur die: „Früher hatte man Zeit zum Spielen und kein Geld; heute hat man keine Zeit mehr, aber das Geld, um Spiele zu beschleunigen.“ Auch die ältere Generation scheint das In-Game-Bezahlen attraktiv zu spielen.

Ich bin noch nicht so weit. Mit Civilization 6 auf dem iPad bin ich schwer zufrieden. Einmal bezahlt, endloser Spielspaß. Erst gestern das Remaster von „Sternenschweif“ heruntergeladen (eher aus nostalgischen Gründen, habe ich das gerne gespielt!) – und alleine damit könnte man Wochen verbringen, während man massenweise kostenlose Gegenstände sammeln kann.

Aber wer weiß: Vielleicht packt mich ja irgendwann auch das Free-To-Play-Fieber?

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2 Gedanken zu “Games.

  1. Moin,
    also im Kern kann ich gut verstehen, wo dich die Game-Industrie verloren hat. Irgendwo da, wo ich auch anders abgebogen bin 🙂

    Neben „Spielarten“, die mich einfach nicht ansprechen, stört mich am meisten der DLC-Mist oder -Dreck oder… setze-hier-beliebiges-Schimpfwort-ein. Bei einem Voll-Preis-Spiel noch Inhalt nachschieben, der entweder keinen Euro wert ist oder aus Spielersicht schon von Anfang an ins Spiel gehört hätte ist einfach Müll! Wird aber leider akzeptiert, wie auch Pre-Order-Boni.
    Meins ist das nicht…

    Mit Free-To-Play habe ich dagegen nicht so das Problem. Es bedarf ein bisschen Selektion und Sichtung dessen, was man da spielt. Es gibt durchaus Spiele, die als Free-To-Play gut und FAIR funktionieren!
    Auch wenn Zusatzinhalte für Geld die Spielbalance nicht stören. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob ihm das Geld wert ist.

    Immer dann, wenn Free-To-Play mehr zu Pay-To-Win wird, dann wird es gruselig und ich verstehe weder die jüngere, noch die ältere Spieler-Generation, dass sie das mittragen.

    EA ist das beste Beispiel, wie aus einem der angesehensten Publisher ein reines Geld-Monster wird.
    Aber… wenn die Spiele gekauft werden… tja, manchmal bekommt „man“, was man verdient.

  2. Solche DLC-Spiele habe ich – Gott sei Dank – noch nie gespielt, sonst wäre ich wohl ausgerastet (bei EA reichen meine Skills nicht für mehr; lediglich bei Fight Night Champions habe ich alle Modi auf allen Schwierigkeitsstufen mit allen Boxern durch, aber da musste ich nur einmal zahlen…).

    Zu den großen Free-to-Plays bin ich noch nicht gekommen (abgesehen von Candy Crush…) und sobald ich merke, dass die nur Zeit fressen, lösche ich sie wieder. Bei kleinen Beträgen wäre ich vielleicht sogar dabei, aber 130€ für ’ne Hand voll digitaler Goodies, die in Null-Komma-Nichts aufgebraucht sind – darauf verzichte ich gerne. Schade eigentlich, denn manche machen wirklich Spaß.

    Aktuell hängt sich mein Steam leider auf, wenn ich einen In-Home-Stream öffne, von daher spiele ich gerade sowieso nicht so viel. 🙁

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