Traurige Hexenjagd an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Ein erbarmungswürdiges Spektakel, welches man ander LMU abzieht. Schon gestern konnte der Lawblogger berichten:

 Die Mitarbeiter der Ludwig-Maximilians-Universität München hatten heute einen ganz besonderen Fahndungsaufruf im E-Mail-Postfach. Sie sollen Studenten, Kollegen und Besucher im Auftrag der Hochschule darauf überwachen, ob diese möglicherweise islamistische Fundamentalisten sind. (Lawblog)

Gestern war noch nicht klar, ob da vielleicht nur ein xenophober Hosenscheißer seine Kompetenzen überschritten hatte. Heute jedoch berichtet die Financial Times Deutschland, dass der Bettnässer sich "bayerische Verfassungsschutz" nennt und sich in den Universitäten einnisten möchte:

Andere Hochschulen könnten bald ähnliche Aufrufe verschicken. Nach Angaben von May hatte der Verfassungsschutz die Kanzler sämtlicher Universitäten Bayerns bereits vor vier Wochen aufgefordert, Ansprechpartner für eine Zusammenarbeit zu benennen. (FTD)

Beckstein goes George W. Honecker. Bin mal gespannt, wer sich an Stoibers Stelle bei den bayerischen Republikanern Christsozialen durchsetzen wird. Vielleicht haben wir dann endlich auch einen lupenreinen Demokraten an der Landesspitze…

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6 Gedanken zu “Traurige Hexenjagd an der Ludwig-Maximilians-Universität München

  1. das große problem ist aber: wie soll der verfassungsschutz – wobei es DEN verfassungsschutz direkt gar nicht gibt – mit den wenigen mitarbeitern eigentlich an informationen kommen? klar, man kann ein paar leute einschleusen. aber tatsächlich nur ein paar, weil ansonsten gar nicht ausreichend personal vorhanden ist. also muss man irgendwie spitzel anwerben, jedenfalls fällt mir sonst keine alternative ein.

  2. Die Republik hat über 50 Jahre ohne angeordnete Kollegenbespitzelung und Denunziation überlebt, sie wird es auch weitere 50 Jahre schaffen.

    Wenn es ohne das nicht mehr ginge, würde ich meinen Beruf an den Nagel hängen und auswandern.

  3. Ah – das ist ein interessanter Hinweis, dem ich beizeizen mal nachgehen will. Mann muss allerdings zugeben, dass die RAF immerhin ein paar handfeste Aktionen gestartet hat.

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