Politik kann gefährlich sein

Verwirrend, dieser Sturz von Rainer Brüderle, bei dem er sich gleich einen Arm und ein Bein gebrochen hat. Noch verwirrender die Meldungen der Medien. Die hieß es, Brüderle habe sich bei einer „Wahlkampfveranstaltung“ verletzt, nun lautet die Version, er sei „am Rande eines Abendessens mit Freunden nach einer Theateraufführung“ gestürzt. Das klingt verdächtig nach „Wir wollten zunächst zu viel guten Rotwein kaschieren, was sich aber nicht aufrecht halten ließ“,  aber dass Brüderle öfter mal lallt, liegt gewiss nur an seinem Dialekt.

Während FDP-Politiker schon bei Spaß-Veranstaltungen dem Tode näher als dem Leben sind, stürzte sich eine Grünen-Politikerin in das Getümmel am Gezi-Park. Auf einigen Twitter-Fotos sieht man eine gezeichnete Claudia Roth, die live miterlebte, wie Erdogan in der Türkei Politik macht. Auf irgendeiner Nachrichtenseite bin ich dann auf ablehnende Kommentare zum Türkei-Beitritt in die EU gestolpert. Natürlich zog man sich dafür an Erdogan hoch – dass die Demonstranten gerade zeigen, dass in der Türkei auch freiheitlichere Strömungen gibt, übersah man dabei geflissentlich. Lasst uns den Demonstranten die Daumen drücken und ihnen Solidarität bekunden. Von unserer Kanzlerin kann man da ja leider nichts erwarten.

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