Wer hat Angst vor der schwarzen Bahn?

Auf der Liste meiner Hass-Dienstleister teilt sich die deutsche Bahn mit der deutschen Telekom den ersten Platz. Wer schon mal versucht hat, bei der Telekom einen Tarif zu kündigen, zu wechseln oder ähnliches, oder versucht hat, mit der Bahn in unter drei Stunden von Bielefeld nach Arnsberg zu kommen*, und das ohne zweimal umsteigen zu müssen, der weiß, was ich meine.

 

Und ausgerechnet meine Hass-Bahn, die sich immer mit ganzer Sorgfalt den Schwarzfahrern widmet, fällt diesertags selbst als miese kleine Schwärzerin auf. Wenn man unangenehme Dinge an der Politik vorbei bugsieren möchte, dann schwärzt man eben unschöne Passagen aus Gutachten, damit auch bloß nicht auffällt, dass man das Schienennetz möglichst "wirtschaftlich" halten, sprich: verkleinern will.

Gut, dass eine umsichtige Person die geschwärzten Passagen dem Abgeordneten Winfried Hermann von den Grünen hat zukommen lassen, denn sonst würden die Menschen, die mit der deutschen Bahn von Bielefeld nach Arnsberg wollen, demnächst vermutlich noch ein paar Stunden länger fahren müssen. Und das in Zeiten, wo Typen wie Mehdorn doch immer auf der Flexibilität des arbeitslosen deutschen Volkes pochen. Dazu sage ich nur: Mann, bin ich ein Großkotz!

 *mit Auto schafft man das in einer Stunde.

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