Triell auf Pro7

Schaue das Pro7-Triell. Musste die Dame des Hauses nötigen, sich für mich einzuloggen. Tippe auf der digitalen Tastatur, Tippfehler werden in Kauf genommen. Erster Eindruck: Die Bildqualität der Privaten ist in den 90er-Jahren stehengeblieben. Hoffen wir, dass sie die Redezeiten besser zählen können als die Öffentlich-Rechtlichen, bei denen man Annalena Baerbock betuppt hat.

Einspieler: Menschen beschweren sich über das Blabla der Kandidaten.

Die Kandidaten stellen ihre Ziele vor: Blabla!

Erstes Thema: Soziale Gerechtigkeit.

Scholz: Mindestlohn von 12€

Laschet: Wachstum reicht uns, SteuernvielleichtundTarifverträge

Baerbock: kennt die Milchpreise, will Mindestlohn von 12€, Kindergrundsicherung

Die beiden Moderatorinnen spielen sich die Bälle gut zu und fallen sich nicht ins Wort (siehe Öffentlich-Rechtliche…).

Laschet will variablen Mindestlohn, je nach Branche. Kennt er die Bedeutung von „Mindest“ nicht? Baerbock betont die Bedeutung des Mindestlohns für Kinder, Alleinerziehende und nicht gewerkschaftlich Organisierte. Scholz: Wir haben ihn eingeführt, war gut, Erhöhung hilft.

Ob man die Diäten auch mal tariflich aushandeln sollte? Laschet erweist sich als Dampfplauderer und übertrifft die Redezeit der anderen um 3 Minuten.

Klimawandel und Umwelt

Scholz: Will etwas anders machen. Wirtschaft braucht schnell viel Strom (wer hätte das gedacht…). Will schnell sein.

Laschet: Betont vermeintliche Erfolge anno 1992. Schiebt den Grünen die Verantwortung für das Ende der Atomenergie in die Schuhe, welche jedoch von der CDU begraben wurde. Redet von Kooperationen, nichts Greifbares hat er.

Baerbock: Verweist auf Flutgebiete, Weltklimarat und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, um die Unfähigkeit der GroKo darzustellen. Ausbau der regenerativen Energien soll verdreifacht werden, Solardächer überall und ich komme beim Tippen nicht mehr nach. Viele Ideen und Vorschläge.

Baerbock mit wenigstem Redeanteil, aber dem meisten Inhalt, darf noch einmal selber nachfragen. Das gefällt mir moderativ sehr gut. Sie reibt den Männern die Widersprüchlichkeit von 17 Jahren weiter Kohle und dem Erreichenwollen der Klimaziele unter die Nase und fordert eine Antwort. Scholz verliert sich in einem sehr langen Monolog. Laschet muss danach nicht mehr antworten.

Nachgehakt wird bei Baerbock, ob denn das nicht alles furchtbar anstrengend würde. Laschet setzt auf Kreativität (höhö, ich sage nur „illegale Abschaltvorrichtung“ und „3-Liter-Auto“), Baerbock kontert sehr gelungen mit Innovationen nach Abschaffung von FCKW-Kühlschränken und dem Schließen des Ozonlochs. Laschet schnappatmet, muss aber schweigen.

Corona, Pflege und innere Sicherheit lasse ich aus. Laschet redet pausenlos.

Digitalisierung

Scholz: Noch in diesem Jahrzehnt Breitbandausbau! (Wir haben erst 2021!)

Baerbock: Personal muss (für Schulen) finanziert werden. Nicht alleine auf Private setzen, diese nicht die Rosinen in den Städten picken lassen. Verpflichtung zum Ausbau in weniger lukrativen Gegenden.

Laschet: (wird ausdrücklich gebeten, sich kurz zu fassen). Will bis 2025 irgendwas erledigt haben.

Das Thema ist quasi sofort abgehakt, wir haben digital offensichtlich nichts zu erwarten.

Die Kandidaten dürfen sich nun gegenseitig fragen. Ich kommentiere diesen Teil des Triells nicht.

Wenn Scholzzzz….  … wäre fast eingeschlafen.

Laschet erweist sich als Dampfplauderer, der inhaltlich wenig zu bieten hat.

Sorry Leute, dieses Jahr wird hier alles auf Grün hinauslaufen, auch wenn sich die Frage stellt, woher Annalena Baerbock das Füllhorn nehmen will, mit dem alle Vorhaben finanziert werden sollen. Aber ich sehe nur eine Kanzlerkandidatin, die wirklich etwas verändern möchte.

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