Autofahren.

In fremden Ländern gibt es ja nichts Spannenderes, als die örtlichen Gepflogenheiten auf den Straßen zu studieren. Auch auf Teneriffa war es immer wieder abenteuerlich, sich den Verkehr anzuschauen.

Blinker

So scheint das Blinken eine geradezu (nutzlose) insulanische Obsession zu sein. Häufig kam es vor, dass Fahrer auf der Autobahn rechts blinkten, dann aber auf die linke Spur wechselten. Immerhin war klar: Wenn jemand blinkt, dann muss man aufpassen. Diesem Eindruck versuchten wiederum andere Fahrer entgegenzuwirken, indem sie nach dem Spurwechsel den Blinker erst gar nicht mehr abschalteten und einige hundert Meter weiterblinkten. Beim ersten Exemplar dieser Gattung vermuteten wir einen verwirrten Opi, als sich das Schauspiel dann täglich wiederholte, machten wir uns Gedanken über den Standard der teneriffanischen(?) Fahrschulen.

Tempo

Auch das mit dem Tempo ist so eine Sache. Einerseits ist es ja toll, dass man auf der bei 120km/h limitierten autopista (bei nahezu null LKW-Verkehr) nie im Stau steht, andererseits tuckern die Einheimischen da auch gemütlich mit 80 daher, sollte eine 80er-Beschränkung vorgesehen sein, dann fährt man auch mal 60. Na klar, wir Deutsche sind da als notorische Raser andere Geschwindigkeiten gewöhnt, aber dass man sogar bei Bergauffahrt aufpassen muss, weil der Vordermann bisweilen überraschend runterbremst, das kam dann doch überraschend.

Was man auf Teneriffa auf der Autobahn an Zeit vertrödelt, das holt man an den Ampeln wieder herein: Als in La Laguna ein armer Tropf den Wechsel der Ampelphase etwas zu spät bemerkte, da langten gleich fünf Autofahrer simultan in die Hupe! 

Stau

Als ich oben schrieb, dass man auf Teneriffa nie im Stau stehe, verschwieg ich, dass wir doch einmal schlimm im Stau standen: Nämlich als wir für den Rückflug schon morgens um sieben Uhr losmussten. Da stellten wir fest, dass sich die komplette Insel gleichzeitig in alle Richtungen bewegte und darum alle Autobahnen pickepackevoll waren. Nicht so schön, wenn man noch einen Flieger erwischen und ein Mietauto zurückgeben muss, aber es ist ja alles gut gegangen. 🙂

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