Ich bin empört! ;-)

In der FAZ sieht Nils Minkmar (in einem wunderbaren Artikel) Schule als eine der wirksamsten Waffen im Kampf gegen den Terror. Nicht Folter, weder Geheimgefängnisse, noch hinkende Gesetzte, die auf Geschehnisse reagieren, die vier Jahre zurück liegen, sondern allein Schule kann es richten, sagt Minkmar.

Aber nicht wegen des Zuwachses an Bildung, nicht wegen der Erkenntnis gemeinsamer Werte, nicht der soziale Aspekt des gemeinsamen Zusammenlebens und Arbeitens oder gar der Abbau der Angst vor dem Fremden durch ein schulisches Kennenlernen könnten nach Minkmar Grund für einen erfolgreichen Kampf gegen den Islamismus sein. Minkmar macht da ein völlig anderes, allerdings ziemlich schlagendes Argument aus:

Schließlich: Der Islam verliert jeden Reiz des Provokanten auch unter den hitzigsten Jugendlichen mit Migrationshintergrund, wenn es jeden Montagmorgen Wissensfragen zum Leben des Propheten zu beantworten gilt.

Irgendwie hat er ja Recht… 🙂

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2 Gedanken zu “Ich bin empört! ;-)

  1. Mir hat dieser Artikel auch sehr zugesagt. Aber es gab bei uns am erweiterten Familientisch auch ganz andere Meinungen.

    Auch mit Lisa Rosa habe ich mich schon darüber unterhalten, ob _mehr_ oder _weniger_ Islam (und andere Religionen) in der Schule vermittelt werden sollten. Bei dem „mehr“ – das in der Schweiz eigentlich auf recht guten Wegen ist – bleibt dann die Frage, wer die Lehrpläne macht und deren Einhaltung kontrolliert. Auf dem Papier nicht schwierig zu organisieren, ist es in der Praxis aufwändig und teuer und braucht Konfliktfähigkeit und Frusttoleranz.

  2. Das stimmt. So einfach wie Minkmar es darstellt ist es leider nicht, gleichwohl es natürlich schön wäre. Bleibt dann noch, neben Lehrplänen und teurer Praxis, die Frage, inwieweit möglicherweise gewalttätige Auffassungen weiterhin zu Hause oder in Moscheen verbreitet werden.

    Ich kenne das aus meiner persönlichen Erfahrung als freikirchlicher Christ, und in Amerika sieht man ja an der aktuellen Debatte um Intelligent Design und Darwin, dass Schule sich nur bedingt eignet, gesellschaftliche Probleme und Fragestellungen im Alleingang zu lösen.

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