Frauen dürfen nix leisten

Viel passiert – wenig Zeit. Die Säue drohen mit Schlägertrupps, andere sind schon betroffen. Dank Impressumspflicht. Bleibt letztlich nur die Suche nach einem anonymen Server.

Familiendebatte wohin man blickt. Die Frauen-in-die-Schürze-Fraktion meldet unverschämt die Rolle rückwärts an. Ich wiederhole nur zu gerne und langsam mit Genuss: Ihr habt Merkel und ihre Retrobagage gewählt, nicht ich. Und Roland Koch hatte Euch das Zähneklappern schon vorher angekündigt.

Neben unser Ursel hat sich heute auch Eva Hermanns im Cicero gemeldet und wird im Spiegel so zitiert:

Nicht der heutige Versuch der Gleichberechtigung, sondern die klassische Rollenaufteilung hätte in unserer Gesellschaft über Jahrhunderte funktioniert.

Uff. Harter Stoff. Man könnte auch behaupten, die klassische Rollenverteilung führt dazu, dass das Frauenbild heute überhaupt so ist wie es ist. Wenn Frauen über Jahrhunderte hinweg nur zum Kinderhüten und Essen machen gebraucht werden, dann braucht man sich nicht wundern, wenn irgendwann alle schwer daran glauben, dass das ganz normal und ihre einzige biologische Bestimmung ist. Btw: Warum diskutiert hier eigentlich niemand über die Männer? Die ganze Zeit geht es nur um Mütter, faule Mütter, unfähige deutsche Mütter, Frauenarbeit, Emanzipation – aber wo zum Teufel bleibt die Diskussion um die Männer? Deutliche Worte zur aktuellen Diskussion beim Spreeblick.

Noch so’n Knaller bringt der Spon zum Thema "Leistungsgesellschaft". "Leistung" ist mal wieder nur "Leistung", wenn sie im Beruf erbracht wird. Dass gerade dort das Leistungsprinzip durch staatliche Subventionen, Seilschaften, Mobbing, Schwarzarbeit und ganz banalen Betrug massiv unterminiert wird, schiebt man gerne beiseite. Hauptsache, das Dummvolk glaubt an eine gerechte Gütervergabe qua Leistungsprinzip – dann klappt’s auch mit dem Neoliberalismus. Womit wir wieder bei Frau Herrmanns wären, die Frauen von einem solchen Leistungsprinzip per se ausschließen möchte. In Ausnahmefällen würde ich das sogar begrüßen: Bitte Abdanken, Frau Merkel!

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