Eisig. Werbung.

Eisige Erfahrungen kann man in diesen kalten Tagen machen. Da komme ich eines Morgens noch leicht müde die Treppe hinauf zum Arbeitszimmer, um meine Tasche zu holen, da wartet eine fiese Eisfratze auf mich:

Nun gut, Eisfratze ist vielleicht etwas übertrieben, aber ein wenig gruselig war das schon. Entweder hat Spider-Man an unser Dachfenster gelehnt ein Nickerchen gehalten oder ein Poltergeist belebt unser Häuschen. Ich tendiere zu Letzterem.

Ziemlich eisig dämlich dagegen meine Erfahrung von gestern, als ich mit dem Auto abends nach Hause fuhr und mich ärgerte, dass die Frontscheibe so verschmiert war. Flugs den Scheibenwischer und die Sprühanlage betätigt und noch flugser war meine Sicht bei nahezu Null. Kein Wunder, bei Minusgraden friert das wenige Wasser in Sekundenschnelle und ich musste flügstens anhalten, um Eis zu kratzen. Enteiser kaufen steht jetzt auf der To-Do-List.

Ärgere mich ja immer etwas über die Werbung, die nun andauernd bei YouTube läuft; bin aber mittlerweile der Meinung, dass regulierte, offizielle Werbung mir viel lieber ist als die Schleichreklame, die der ein oder andere YouTuber mehr oder weniger geschickt in seine Videos einbaut. Bin da gerade auf ein ganz schön unverschämtes Exemplar gestoßen.

Dabei denkt man doch, dass der knuffige Typ mit dem Bart ein ganz Netter ist, hat er doch eine Menge Viewer, rifft ganz ordentlich auf seiner Gitarre und veranstaltet sogar einen kleinen Wettbewerb für seine Zuschauer. Prima! Ich bin kein Mensch, der Metalriffs raushaut, aber das gucke ich mir doch gerne an. Und so zählt er die Regeln auf (kein Solo spielen!) und bittet darum, doch bitte die eigenen Beiträge nicht auf YouTube hochzuladen, auf Instagram funktioniere das alles viel besser. Ach, und wo man gerade auf Instagram sei, müsse man alle seine elf Sponsoren liken, sonst könne man leider, leider nicht gewinnen.

Da habe ich dann auf Pause gekloppt, „Ich like, wen ich will, Arschloch!“ geschrieen (innerlich) und diesen Beitrag getippt. Entabonniert wird er auch gleich, da mache ich mittlerweile keine Gefangenen mehr.

Ich verschwende meine Zeit nicht mehr mit Idioten im Internet.

 

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