EU-Unsinn

Es ist nicht mehr lange bis zur EU-Wahl und gerade heute macht die EU wieder Schlagzeilen, die mich am Sinn und vor allem am Verstand dieser Institution zweifeln lassen. Ich bin wahrlich kein Microsoft-Fan, aber dieses ewige Hick-Hack um die Entkoppelung von Internet Explorer und dem Windows-Betriebssystem nimmt mittlerweile groteske Züge an.

Laut Heise erwägt die EU neue Auflagen gegen Microsoft. Man überlegt, Microsoft dazu zu zwingen, bei der Installation des Betriebssystems gleich mehrere Browser anzubieten, vermutlich, um es nicht zu einer Monopolstellung im Browsermarkt kommen zu lassen.

Blödsinn. Zum einen, weil Microsofts Monopol vor allem darauf beruht, dass sein Betriebssystem Windows auf nahezu 90% aller Rechner vorinstalliert wird und den Verbrauchern an dieser Stelle die Wahlmöglichkeiten fehlen. Zum anderen haben sich trotz der beherrschenden Marktstellung Microsofts im Bereich der Betriebssysteme andere Browser etabliert – allen voran Mozillas Firefox, der es schlichtweg durch Qualität geschafft hat, sich als neuer Standard zu etablieren.

Microsoft zu zwingen, Alternativbrowser mitzuliefern, würde meines Erachtens Unbotmäßig in die Produktpolitik von Microsoft eingreifen. Niemand zwingt Mercedes heute, aus Mitleid Opel-Motoren zu verbauen und das ist auch gut so. Und was wäre mit anderen Programmen? Müsste Microsoft dann nicht auch andere Programmen Alternativen zur Seite stellen? Statt Paint bspw. auch noch Gimp oder Paintshop?  Von einer „Entkoppelung“ will ich gar nicht reden – selbst dem größten Microsoft-Hasser möchte man nicht zumuten, ein Betriebssystem benutzen zu müssen, das von Haus aus keinen Browser installiert hat…

(Und nochmal: Bei Apple sieht die Sache noch viel krasser aus. Auch da bekommt man übrigens nur Safari mitgeliefert – und niemand beschwert sich.)

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