Jeder lässt seinem Hass…

…auf seine ganz eigene Weise freien Lauf. Hinter dem Feigenblatt des 11. Septembers kann jeder freimütig Hass ejakulieren, ohne Angst vor moralischer Sanktion zu haben.

Die einen knallen irakische Zivilisten über’n Haufen. Wen wundert’s, hatte man Saddam Hussein doch über Jahre hinweg als den Scheitan der Jahrtausendwende und den Irak als die Brutstätte des ultimativen Bösen stilisiert. Ob im Zeichentrick, Hollywoodstreifen oder in der ganz normalen Presse: dass US-amerikanische Soldaten irakische Zivilisten hingemetzelt haben, wundert nicht. Befand man sich denn nicht auf einem Kreuzzug?

Die anderen gehen subtiler vor, um ihrem Hass auf Moslems zu frönen. Für Kreuzzug fehlt ihnen die Potenz, lieber bricht man mit den Spielregeln der Demokratie. So verbieten sie Muslimas, ein Kopftuch während des Unterrichts zu tragen – und zwar nur den Muslimas. Der Rest der Erleuchteten darf weiterhin den Heiligenschein der Scheinheiligkeit mittels der religiösen Kleiderordnung wahren. Jetzt wo man regieren darf, kann man endlich Rache nehmen an der Verunsicherung, die diese fremd gehaltenen Menschen schon über Dekaden auf einen ausüben. Danke Osama, feixt der Schwarze Lord.

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