Feb 1 2010

Eine neue Kultur digitaler Kommunikation?

iPad. Fantasielos, aber simpel, wie alles bei Apple: ein großes iPhone ohne Telefonfunktion. Der Computer wird im Wesentlichen auf seine Funktionen reduziert – demnächst wischen wir also mit unseren Fingern über Glasdisplays, sofern wir das nicht schon beim iPhone tun. Und so wie es aussieht, hat Springer mit seinen kostenpflichtigen Apps auf das richtige Pferd gesetzt: Wer ein solches Tablet-Schätzchen sein Eigen nennt, wird an Nachrichten und andere Informationen auf Dauer nur herankommen, wenn er die kostenpflichtige App dafür gekauft oder abonniert hat, womit all das Gejammere über die Kostenlos-Mentalität sich in Wohlgefallen auflösen wird. Es ist traurig, aber wahr: Wie auch schon bei den Musikdownloads hat Apple die Nase vorn, weil Apple etwas anbietet, anstatt zu jammern. Gleichzeitig wird der Nutzer immer mehr zum Konsumenten und kann selbst immer weniger Einfluss nehmen.

Das Ganze geht so weit, dass man bei der FAZ philosophiert, ob die Entwicklung hin zu iPhone und iPad nicht sogar eine neue “Kultur digitaler Kommunikation” einführt, bei der – losgelöst von Tastatur und Entwicklertools – ein geschlossenes System die Bahnen vorgibt, auf denen wir kreisen, um den Preis der Kreativität. Letzteres mag fraglich sein, jeoch muss ich zugestehen, dass ich einen Beitrag wie diesen niemals auf dem iPhone tippen würde.  Spannend ist auch die Frage, wie die Generationen mit dem Netz umgehen werden, die unter Umständen den guten alten Desktop-Computer nur noch als Erbstück von Opas Schreibtisch kennenlernen? Wo werden die Generationen von jungen Computerspezialisten bleiben, wenn sie tagtäglich mit ihren Fingern über iPads wischen und Facebook-Neuigkeiten checken, statt Facebook zu hacken?

Oder werden die iPads einfach im Laden liegenbleiben und als Flop auf dem großen Müllhaufen der Technikgeschichte landen?


Jul 21 2009

Gewitterwürmchen, Werbung, Schaden und sowas

Ich wollte ja eigentlich zum Vodafone-Gedöns nichts schreiben, aber jetzt, wo mir auch die SZ es aufs Auge drückt, muss ich einfach. Aber nur kurz und eigentlich habe ich das schon tausendmal geschrieben, Langzeitmitleser dürfen jetzt weitersurfen: Werbung von gekauften Figuren ist unglaubwürdig, weil deren Aussage jeder – ja, JEDER – für etwa die gleiche Summe und noch weniger tätigen würde. Das beweisen uns täglich Heerscharen gekaufter Schauspieler in nervigen Werbespots. Werbung wird dann richtig gut, wenn sie aus persönlicher Überzeugung kommt. Aus Überzeugung! Überzeugung! Begreift das mal endlich einer in den Werbeklitschen?

Habe heute ordentlich im Garten geschuftet und etwa drei Kubikmeter Hecke geschnitten. Stinke wie ein Ochse und komme mir vor wie ein Gewitterwürmchenhotel. Die kleinen Kerle stehen auf weiße T-Shirts. Das Gewitter lässt jedoch auf sich warten, von mir aus kann’s sich auch gerne woanders abregenen – ein paar trockene Tage wären jetzt doch mal wieder ganz nett. Freue mich auf die Tiefkühlpizza, ein Bier und eine kurzweilige Lektüre zur Sozialen Frage. Habe heute gemerkt, dass ich wieder etwas Input vertragen kann, die letzten Monate haben mich doch ganz schön “abgefüllt” mit allerhand Informationen und Zeug, dass mir wenig Platz für Neues im Oberstübchen blieb.

Habe mich heute beim Radiohören gewundert. Dort sagte man, Jörg Tauss habe die SPD verlassen, um Schaden von der Partei abzuwenden. Dann ist er in die Piratenpartei eingetreten. Folgerichtig will er der dann doch Schaden zufügen, oder? Schon ‘ne komische Geschichte mit dem Tauss, muss man schon sagen. Bin mal gespannt, was da am Ende bei herauskommt…

Berlusconi ist aktuell oft in den Schlagzeilen. Wären wir Europer wirklich aufgeklärt, hätten wir den schon mit Schimpf und Schande vom Kontinent gejagt, aber die Italiener werden ihn weiterwählen, also sollen sie auch weiterhin unter ihm leiden. Gleiches gilt für uns im Herbst, denn wer mit Schwarz-Gelb wählt und hinterher jammer, der hat bestenfalls ein paar Ohrfeigen verdient, die man bis Berlin schallen hören sollte. Rente mit 69? Wäre doch mal ‘ne schwarz-gelbe Perspektive nach der Wahl… und dass Merkel behauptet, die Steuern nicht erhöhen zu wollen… dazu sage ich nur: Guck mal Mehrwertsteuer!

Kennt eigentlich jemand einen guten, kostenlosen Blog-Client für den Mac?


Mai 1 2009

Mac vs. Vista

Ich beschreibe den Unterschied zwischen meinem Mac und meinem Vista-Notebook am besten, indem ich auf eine Episode von gestern verweise: Da möchte ich gerne über das Notebook den Film “Die Welle” mit meiner Frau gucken. Ich lege den Film also ins rechenstarke DualCore-Notebook ein, das mehr RAM als der Mac innehat, sehe, wie der Media-Player aufspringt, die DVD einliest und…

…ruckelnd und stotternt wiedergibt. Mist, denke ich mir, doofer Media-Player. Doch wofür habe ich den tollen VLC-Player, nehme ich einfach den. VLC-Player gestartet, DVD als Medium gewählt, und plötzlich geht nichts mehr. Ende im Gelände, das System hat sich aufgehängt. Fein. Also Neustart, dasselbe Spiel noch zwanzig Minuten, zwischendurch einmal einen Toshiba-MediaPlayer ausprobiert: dasselbe Ergebnis. Nach einer geschlagenen halben Stunde die Aufgabe: Ich habe es nicht geschafft, auf einem modernen, leistungsstarken Notebook eine einfache DVD zum Laufen zu bekommen. Dafür hatte ich soooo ‘nen Hals!

Wenige Tage vorher: Die DVD liegt neben dem Mac, mal probehalber reingeschoben, der DVD-Player öffnet sich, das Menü läuft flüssig an, alles ist gut. Kein Ärger, kein Streß, keine vertendelte Zeit, keine kopfschüttelnde Frau.


Feb 7 2009

 Alt-TAB und der Mac

So ist das bei neuen Betriebssystemen: Man hat immer etwas zu entdecken. Auch wenn sich heutige Betriebssysteme schon in ihren Grundfunktionen recht ähnlich sind, gibt es doch immer wieder kleine Unterschiede, die gewohnte Arbeitsmuster ausbremsen.

Was mir am Mac besonders fehlt sind zwei Dinge: Zum Ersten die fehlende Möglichkeit, die Menüleiste per Tastatur anzusprechen. Zwar kann man per “Ctrl+F2″ das Apfelsymbol anwählen und dann per Pfeiltasten navigieren, aber das ist nicht das Gleiche wie eine Direktanwahl eines spezifischen Menüpunktes. Dafür habe ich bislang noch keine Lösung gefunden. Zum Zweiten behinderte mich das ungewohnte “Alt-TAB”-Verhalten unter Mac OS. Drückt man hier besagte Kombination, so scrollt man durch alle geöffneten Applikationen und nicht durch alle geöffneten Fenster. Das wird spätestens dann ärgerlich, wenn man zwei OpenOffice-Dokumente bearbeitet und Änderungen per Copy&Paste einfügen will. Versucht man dann schnell per “Alt-Tab” zu switchen, landet man in allen möglichen anderen offenen Programmen, aber nicht im zweiten Office-Fenster.

Doch dafür gibt es Abhilfe, man muss es nur wissen: Will man zwischen den Fenstern einer Anwendung wechseln, so drücke man einfach “cmd+>”.

Nachtrag: Wenn man direkt durch alle Fenster (nicht nur denen einer Anwendung) switchen möchte, hilft Ctrl+F4!


Jan 17 2009

Auch Apple gehört vor die EU-Kommission

Ich lese gerade auf Spiegel-Online, dass Microsoft ein neues EU-Bußgeld drohe, weil Microsoft den Internet Explorer mir dem Betriebssystem koppelt. So richtig verstehen kann ich das nicht, auch wenn ich es gut finde, wenn Microsofts Monopolstellung notfalls mit politischer Gewalt durchbrochen wird. Anhand des unsäglichen Betriebssystems Vista kann man sehen, wohin das führt, wenn halbgare Software trotzdem unter die Kunden gebracht werden muss. Rechner nur auf Wunsch mit Betriebssystem auszuliefern, wäre in meinen Augen die richtige Lösung. Wer dann Vista haben will, soll doch sein Geld dafür verschwenden…

Dennoch: Das Verfahren gegen M$ entzieht sich als frischgebackenem Mac-User meinem Horizont. Während bei Linux nahezu alles optional ist, scheint bei OS X doch vieles mindestens genauso festgemauert wie bei Windows-Betriebssystemen. Auch hier wird der Browser mitgeliefert, grundlegende Büroprogramme und Mailclient sind installiert, sogar eine umfangreiche Recording-Software, ein Videoschnittprogramm und eine DVD-Authoring-Software werden beigesteuert, und mit iTunes liegt sogar ein kompletter Mediaplayer mit direkter Shop-Anbindung bei.

Warum also dieses Messen mit zweierlei Maß? Warum tritt man Apple nicht auf den Schlips? Wohl, weil Apple im Vergleich zu Microsoft auf dem Computermarkt ein kleiner Fisch ist – doch sollte es wirklich das Ziel der EU-Kommission sein, die marktbeherrschende Stellund Microsofts zu brechen, dann müsste sie nicht die lächerliche Bündelung von IExplorer und Betriebssystem zum Gegenstand ihrer teuren Bemühungen machen, sondern dafür Sorge tragen, dass Microsoft Händlern und Kunden nicht vorschreibt, welches Betriebssystem auf welche Rechnerarchitektur zu gehören hat.


Jan 14 2009

Ein KDE Release-Candidate für Windows!

Ha! Es nimmt langsam Gestalt an, das Projekt “Wir erfinden einen tollen Windowmanager und portieren ihn auf Windows“. Großartig! Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bis eine Final zur Verfügung steht und ich dem Vista-Grauen ein Ende bereiten kann! (Habe noch ein Notebook mit Vista, über das es sich aber nicht zu schreiben lohnt, weil ich froh bin, wenn ich das Teil nicht anschalten brauche… selten so ein lahmes, schwergängiges System erlebt – hach, XP ist unter den Windowsen doch das beste…)

Und zieh Dich warm an, iTunes, der mächtige weiße Wolf kommt in großen Schritten!


Jan 7 2009

Ich quatsche einfach rum, muss man nicht lesen.

Gestern Abend Maischberger geguckt, die ja bei N-TV irgendwann mal ganz ordentlich getalkt hat. Gestern wandelte sie in ihrer Sendung mit dem Titel “Schamanen und Hypnose – kann der Geist heilen?” allerdings auf Oliver Geißens Spuren, bei dem letztlich nur noch Sprüche a la “Ey kuck doch in Spiegel!” fehlten, um das Konzept völlig auf Privat-Niveau sinken zu lassen. Ich habe dann ausgeschaltet und hoffe, dass die Gäste halbwegs unbeschadet aus dem Studio herausgekommen sind.

Wegen Herm höre ich gerade noch einmal Chinese Democracy und sooo schlimm finde ich es wirklich nicht, obwohl Industrial ansonsten nicht mein Ding ist. Dieser Eimerschädel hat wirklich coole Licks auf dem Kasten.

Irgendwo im großen weiten Blogland verkauft ein bekannter Blogger sein Blog, um dann mit zwei anderen Blogs weiterzumachen. Muss ich nicht verstehen, aber wenn man das Talent hat, aus Scheiße Geld zu machen, dann sollte man es nutzen. Jeden Tag steht ein Doofer auf, hat mein alter Herr immer gesagt, und damit hatte er recht. Bin mal gespannt, wie hoch der Betrag sein wird, der da für ein paar lumpige Klicks den Besitzer wechselt.

Irgendwo steht auch jeden Tag ein Doofer auf und erstellt eine Studie. Zum Beispiel eine, in der es um Rauch aus “dritter Hand” geht, also um Zigarettenqualm, der über Kleidung und Haare transportiert wird. Langsam wird’s lächerlich, und ich werde das Rauchen anfangen, wenn diese lächerliche Berichterstattung nicht bald aufhört. Lasst die Raucher doch wenigstens in Ruhe stinken.

Kein Beitrag ohne Mac: Man gewöhnt sich an iTunes. Die Rip-Funktion ist schon in Ordnung, Genius ist klasse, aber Sorge machen mir die geappleten ID3-Tags, die nicht standardkonform sind. Überdenke mein Mailablage-System (alles in der Inbox, bloß nix löschen, zusätzlich schön alles auf dem Server lassen). Die Mails von Anno Tuk lese ich ja sowieso nie. Allerdings frage ich mich, woher die Mac-Jünger das Geld für iWork.com oder mobile.me nehmen… ist zwar nett und praktisch, aber auch nicht gerade billig.

Apropos “billig”: Merkel. Das ist eine Pfeife, ehrlich. Stellt sich mal wieder bedingungslos hinter Israel, so wie sie es schon beim Irak-Krieg gemacht hätte. Wunderbar, wie man sich mit einer Trantüte als Kanzlerin alles vergeigen kann. Es hieß mal “Deutschland als Vermittler im Nahen Osten”, das war hoffnungsfroh, das stumpfe “wir machen einfach mit” der Kanzlerin dagegen zerstört jede frohe Hoffnung. Was sollen Muslime (auch die hierzulande) eigentlich denken, wenn “der Westen” derart plump und ohne Fingerspitzengefühl agiert? Lächerlich hingegen die “scharfen” Aufrufe von Seiten der UNO an wen auch immer. Wie schon in Afghanistan, so züchtet man sich seine zukünftigen Gegner in Palästina und dem Irak selber, reizt so lange die Karten aus, bis das Blatt verloren ist. Solange man genug Panzer und Bomber hat, wird es aber im Westen niemanden ernsthaft stören.

Kalt war es heute morgen. Konnte gestern sogar temperaturmäßig meinen Bruder in Kanada übertrumpfen. Mein Mitleid mit Menschen, die sich schon im November bei 3° Celsius einen Schal um- und in die Winterjacke hineinwerfen, hält sich trotzdem in Grenzen. Habe heute das erste mal meinen Schal benutzt und mich über die jammernden Frierhippen amüsiert, die am liebsten im Schneeanzug losgetapert wären. Solange kein Wind weht, ist doch alles knorke. Wir sind hier doch nicht in Sachsen!


Jan 3 2009

Der Postbote…

…hat mir heute einen kleinen Neujahrsgruß in Form einer silbernen Scheibe vorbeigebracht. Dank dafür! :)


Jan 3 2009

Kein Gemac(k)er?

Langsam habe ich mich an den Mac gewöhnt und komme jeden Tag ein Stückchen besser mit den neuen Shortcuts klar. Wie so ein Mac auf Hokey wirkt, beschreibt am besten seine Frau: “Du meckerst ja gar nicht!?”. Nein, in der Tat: Nicht einmal bei der Druckerinstallation (sicherer Aufreger!) noch bei anderen Aktionen musste ich mich irgendwelchen nervlichen Strapazen unterwerfen.

Ein wichtiges Kriterium für mich ist, wie sich die Arbeit am Computer “anfühlt”, und da punktet der Mac so wie erhofft: Alles passt zusammen, das Adressbuch ist nun tatsächlich erste Anlaufstelle für alle Mac-Programme, wenn es um Adressdaten geht. Auch apple-fremde Chatprogramme greifen bspw. darauf zurück, wenn es darum geht, Bilder zu finden oder eine UIN einem vorhandenen Eintrag zuzufügen.

So verführt der Mac dazu, altbekannte Programme intensiver zu nutzen. Ich wundere mich, warum manche mich nicht per Skype anrufen, wenn sie sowieso vor dem Computer sitzen, wenn sie mit mir sprechen.

Auch die Ausstattung scheint eine hochwertige zu sein. Beim Vergleich mit der Cam eines aktuellen Toshiba-Notebooks (Frau: “Kaum hast Du Windows, bist Du wieder am meckern….”) schneidet die Mac-Cam wesentlich besser ab. 2GB RAM reichen bisher ganz locker, obwohl ich, wie schon zuvor unter Linux, alle täglich nötigen Programme permanent geöffnet habe. Denn dank Spaces kann man unter Mac OSX ebenso wie unter Linux mehrere Desktops öffnen und diesen Programme fest zuweisen, sodass beim Systemstart schon alle Programme arbeitsbereit sind.

Ein Start ist übrigens ziemlich schnell, dagegen nimmt sich das Toshiba-Vista auf einem mit mehr RAM bestückten und einem schnelleren Prozessor versehenen Notebook wie eine fette Ente im Tiefschnee aus. Doch wieso überhaupt Start? Ich habe den Mac bisher vielleicht siebenmal richtig gestartet, meist schicke ich ihn nur in den Ruhezustand, der unwesentlich mehr Strom verbraucht als im abgeschalteten Zustand, dafür aber augenblicklich Arbeitsfähigkeit herstellt. Auf meinem alten PC wäre ich auf diese Idee nie gekommen, man muss wirklich sagen, dass das System einen dazu… ja… ich drücke es lieber anders aus: es einem nahelegt, so zu handeln.

Dabei ist der Mac allerdings, zumindest aus aktueller Sicht, keinesfalls das System für kreative Individualisten, eher ein gut abgestimmtes Arbeitstier von der Stange. Wermutstropfen gibt es natürlich auch: Schade, dass man keine Themes wie unter XP installieren kann. Das ist nicht tragisch, aber wenn ein System so auf sein Design schwört… schwerer wiegt da schon, dass der Scanner überhaupt nicht angesprochen werden kann, was bei OSX-Vorversionen jedoch noch zu funktionieren schien! Da ich zum Scannen sowieso schon seit einem Jahr den Abbyy-Finereader in einer virtuellen Maschine benutze, kann ich das verschmerzen, aber nicht verstehen.  Mehr Software vermisse ich bislang noch nicht, das vorsichtshalber per Bootcamp installierte Windows XP liegt brach. Dafür ziehe ich so viele Backups wie noch nie, dank Bootcamp täglich mehrmals, werde aber demnächts zusätzlich noch reine Datenbackups per Hand auf eine dritte Platte ziehen. Sicher ist sicher.

Fazit: Ich bin zufrieden und warte auf den Moment, wo ich über den Mac einmal richtig meckern muss.


Dez 20 2008

Hokey hat ‘nen Apfel

Ja, nun ist es soweit, es musste ja mal so kommen, das Ende der Welt ist nahe: Hokey hat ‘nen Mac!

Ja, nicht einfach ‘n paar Apfelembleme irgendwo aufgeklebt, sondern einen richtigen echten iMac mit allem Pipapo, den man bei so einem Mac haben muss. Wenn ich es genau bedenke, ist es mein erster Computer “aus einem Guß”, seit ich meinen guten alten Amiga 500+ aufgeben musste und bisher bin ich mit dem Äpfelchen voll zufrieden: Es macht, was es soll, es ist leise, dass ich immer erschrecke, wenn der Bildschirm aus Energiespargründen ausgeht, weil ich glaube, es wäre abgestürzt. Der Mac hat sofort und ohne Umschweife ein Netzwerk zu seinem Windows-Kollegen aufgebaut und alle Hard- und Software wie Bluetooth oder Wifi funktioniert anstandslos und in guter Qualität. Zum ersten Mal kann mein Handy kabellos mit einem Computer kommunizieren.

Die Tastatur gefällt mir ausnehmend gut, weil sie nicht klappert und die Tasten nicht zu hoch angesetzt sind, sondern eher wie bei einer Notebooktastatur. Das erleichtert das Tippen ungemein und ich kann so viel besser “blind” tippen, ohne mich dabei umstellen zu müssen. Okay, wieso Apple sich dafür entschieden hat, den Shortcut für “quit” dahin zu legen, wo bei allen anderen Betriebssystemen das @ liegt, weiß wohl nur Steve Jobs, König der Gehässigen, ansonsten gibt es bei der Tastatur nichts zu meckern. Die “MightyMouse” jedoch zuckt manchmal, trotz der mac’schen Mauslastigkeit, recht willkürlich über den Bildschirm, was ihren Namen nicht gerade rechtfertigt. Der Bildschirm gefällt mir trotz der Spiegelung sehr gut, auch wenn man sich als 4:3-Gewohnter erst einmal an das neue Format gewöhnen muss.

Denn der Bildschirm bietet 20” im 16:9-Format, was ihn geradezu zum DVD-gucken prädestiniert. Und tatsächlich macht es dank der beiliegenden Fernbedienung und FrontRow eine Menge Spaß, abends noch ein wenig DVD zu schauen. Wenn ich müde bin, schalte ich den Mac vom Bett aus ab und kann dann am nächsten Abend weitergucken, egal, ob ich tagsüber andere Videos geschaut oder Podcasts und Musik per FrontRow gehört habe. So kommt auch ein Filmmuffel wie ich dazu, ausschweifende Filme zu gucken.

Das, was ich mir für meine Arbeit erhofft hatte, ist bislang voll eingetroffen: Mac OS X vereinheitlicht alle Anwendungen so, dass man leicht Zugriff auf alle nötigen Daten bekommt. Die Programme sind untereinander “vernetzt”, z.B. kann ich Aufgaben im Mail-Client anlegen (damit er mich per Mail erinnert) und gleichzeitig wird diese Aufgabe in iCal mitverwaltet. Das Adressbuch liefert allen Programmen, die Adressen und Kontaktdaten benötigen alles Erforderliche und auch die Medienprogramme sind gut aufeinander abgestimmt – zumindest ist das mein erster Eindruck nach zwei Tagen Mac. Über Programme wie TimeMachine oder GarageBand werde ich mich einmal an anderer Stelle auslassen, die sind wirklich faszinierend.

Ansonsten bin ich aktuell immer noch dabei, alte Datenbestände über das Netzwerk zu ziehen und meinen alten Wein in den neuen Schlauch zu gießen. Dabei lasse ich mich voll auf das Mac-Konzept ein, verfrachte alles in die dafür vorgesehenen Ordner und freue mich darauf, demnächst meine Schuldateien taggen zu können. Wer Software-Tipps für mich hat, Must-Haves kennt und weiß, welchen Shortcut ich brauche, um an das Ende eines getippten Absatzes zu springen, der möge mir einen Kommentar hinterlassen. (Mac-Hasser dürfen jetzt auch lästern, gell. Ich kenne ja mindestens zwei solcher Pappenheimer. ;-) )

P.s.: Der Kerl da oben im Screenie bin tatsächlich ich… eigentlich wollte ich den noch kleiner machen, hab’s aber vergessen und jetzt keine Lust mehr… ;-) Also auf, Ihr Voyeure…