Trotz allem Unverständnis über das Ergebnis in Sachsen-Anhalt wollen wir diese schöne Tradition nicht einreißen lassen.
Auf die FDP! Um die 2% – bitte noch mehr Milei wagen!

Isch 'abe gar kein Untertitel...
Trotz allem Unverständnis über das Ergebnis in Sachsen-Anhalt wollen wir diese schöne Tradition nicht einreißen lassen.
Auf die FDP! Um die 2% – bitte noch mehr Milei wagen!

Ich bin ein sehr naiver Mensch. Seit nun über vier Dekaden. Ich weiß das. „Naiv“, das bedeutet „dümmlich“, „leichtgläubig“, „leicht hereinzulegen“. Nicht schön. Und dennoch möchte ich mir das erhalten.
Ich bin so naiv, dass ich tatsächlich nicht den Glauben daran verlieren möchte, dass Politiker – also Menschen, die sich dem verschrieben haben, sich für ihre Gemeinschaft einzusetzen – wirklich für das Beste in unserer Gesellschaft kämpfen, dabei mit starkem Rückgrat ihre Prinzipien vertreten und auch unbequeme Positionen bei Gegenwind durchhalten.
Dem ist offensichtlich nicht so. Die Spahn-Geschichte um die Leihmutterschaft lässt diese naive Vorstellung zerfließen wie eine Sandburg an der Nordsee bei Regen. Kein Rückgrat nirgends: Spahn stimmte, während die Leihmutter seines Partners schon schwanger war, höchstselbst gegen eine Legalisierung von Leihmutterschaft in Deutschland. Man kann zur Leihmutterschaft stehen wie man mag, aber sich selbst die Rosinen zu picken, indem man sein vieles Geld einsetzt, um deutsche Gesetze legal zu umgehen, um Menschen mit weniger monetären Mitteln das gleiche zu verwehren, ist verlogen und befördert die schlechtesten Vorurteile gegenüber Politikern. (Und fragt mal meine Schüler: Denen ist nicht klar, dass es große Unterschiede macht, ob man in der Kommunal-, Landes- oder Bundespolitik aktiv ist; ob man ein Regierungsamt hat oder nur in einer kleinen Fraktion im Rat sitzt – für die sind das alles „die Politiker“).
Der Rest ist Geschichte: es folgte der Rücktritt Spahns und alle Politik-Podcasts hatten ein tolles Thema. Und – Gott im Himmel – was für ein Intrigantenverein die CDU (und gewiss auch alle anderen Parteien) ist! Da muss man lesen, dass Friedrich Merz froh sein muss, dass er Spahn als noch konservativeren Konkurrenten los ist, dass er Hendrik Wüst auf Abstand halten muss, dass nun der Spahnsche Landesverband auf die Barrikaden geht usw. (siehe: Deutschlandfunk – „Der Politikpodcast“ und „Der Tag“). Es ist schier nicht zum Aushalten, weil in diesem Land anscheinend rein gar nichts nach Kompetenz, Verstand oder Vernunft entschieden wird, sondern nach Proporz und Geltungsdrang, oder auch schlicht: Opportunismus. Offiziell wird andauernd von der „Polykrise“ schwadroniert, und dem ist so: der Klimawandel klopft hart an die Tür, in 1000 km Luftlinie von hier wird seit vier Jahren der erste Drohnenkrieg der Geschichte geführt, eine in Teilen als gesichert rechtsextreme Partei gewinnt in Umfragen absolute Mehrheiten, während die USA eine Innen- und Außenpolitik… wir sparen uns das mit den USA!
Und dann muss ein deutscher Bundeskanzler seine wertvolle Zeit damit verschwenden, die Egomanie seiner Parteifreunde zu befriedigen und zu beschwichtigen? Um dann einen Rundumschlag mit einer dilettantisch vorbereiteten Kabinettsumbildung zu machen? Das ist doch zum Verzweifeln! Wenn Parteien wie die CDU sich nicht einmal für vier Jahre geschlossen hinter ihrer Führung versammeln können, wie sollen wir dann eine entschlossene und besonnene Regierungspolitik erwarten?
Leider ist uns allen klar, auf wessen Konto die Merz-Regierung da fleißig einzahlt. So naiv bin ich dann auch wieder nicht.
Seit gut einem Monat heißen wir einen VW ID.3 mit einem 77kw/h-Akku unser neuestes Familienmitglied und er schlägt sich wirklich prima. Ich bin ja eher Autofahrmuffel, aber mit dem ID.3 macht das Fahren gleich so viel mehr Spaß, dass ich mich schlon bei der ein oder anderen Spritztour erwischt habe.
Spaßfaktoren sind: spritziges Anfahren, kein Gequäle beim Beschleunigen am Berg, kein Motorengeräusch, fluides Fahrgefühl, ein Tempomat mit Abstandsautomatik (was ein Segen!). Die einzige Unbekannte in der Gleichung: Wie weit kommt man auf der Langstrecke?
Heute dann zum ersten Mal die Langstrecke ausprobiert. Etwas Planung ist schon vonnöten: Von Bielefeld nach Kaarst und zurück, rund 400km, sollten mit nur einem Zwischenstopp leicht zu schaffen sein. Den kleinen Stromer vorher auf 98% aufgeladen und losgefahren. Dabei mit dem Verkehr geflossen, auch längere Strecken mal die 140 km/h gefahren, bergauf und -ab durchs Bergische Land gerollt und mit ca. 60% Restladung in Kaarst angekommen. Das sah doch vielversprechend aus – würden wir es wohl mir nur einer einzigen Ladung hin und zurück schaffen?
Was soll ich sagen: Es hat geklappt und wir sind mit 12% Restladung in Bielefeld angekommen (so ca. 50km Restfahrweite)! Langstreckenpremiere bestanden. Der Neue darf bleiben.
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