Sep 27 2009

“Prickel” schnallt’s nicht!

Hokey

Steinmeier macht uns den Schröder. Der wollte ja auch partout Bundeskanzler bleiben, auch wenn Merkel den Sieg schon in der Tasche hatte. “Oppositionsführer” möchte er jetzt sein! Was glaubt Agendameier eigentlich, wieso die SPD seit seiner Agenda permanent – verzeihung – auf die Fresse kriegt? Weil seine Politik so beliebt ist? Weil seine Politik bei den Menschen positiv ankommt? Weil seine Politik sich positiv auf die Menschen auswirkt?

Mann, “Prickel”! Mach’s wie Saddam, verkriech’ dich am besten in einem tiefen Loch, bevor du deine eigene Partei darin versenkst,  und lass uns mit deiner Politik in Frieden! Ich will auf jeden Fall frische Ideen und neue Gesichter in der SPD. Vorher brauchen wir über Kreuzchen und so ‘ne Sachen gar nicht nachzudenken.


Sep 26 2009

Deutsche Post gibt Wahlempfehlung

Hokey

Als Anzeige kaschiert trommelt die Deutsche Post in ihrem kostenlosen Postwurf-TV-Programm am letzten Tag vor der Bundestagswahl lauthals Werbung für Merkel:

Werbung für MerkelWar ja immer zufrieden mit der Post, aber heute habe ich die Schnauze voll von dem Laden. Und dass es sich um ganz bewusste Irreführung handelt, erkennt man am “Interview” mit Merkel auf Seite 3, denn auch dieses hat man als “Anzeige” deklariert. Als Interviewer steht da aber nicht “CDU-Parteizentrale”, sondern “Einkaufaktuell”:

InterviewIch denke, daraus kann jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.


Sep 12 2009

Warum ich nicht Nichtwählen werde

Hokey

Wegen Dir! Ja, wegen Dir, Nichtwähler. Weil ich während der nächsten vier Jahre mit dem Finger auf Dich zeigen will, denn ich werde mein Möglichstes tun, die schwarz-rot-gelben Parteien des Opportunismus nicht zuzulassen.

Und ich will von Dir hinterher kein Gejammere hören über eine Ausweitung der Arbeitnehmerentrechtung. Ich will, dass Du es stille erduldest, wenn Frank-Walter, Guido und Angie ihr Maßband an Dich legen, Dich in ihren ARGEn als Minderleister qualifizieren und wenn die Videoüberwachung unsanktionierter Alltag werden wird.

Ich will, dass sie Dich vermessen, vom Scheitel bis zur Sohle, und dass Du Dich keinen Zentimeter rührst, wenn sie Dir in den Schritt packen und Dir Fingerabdrücke und Gene nehmen. Ich will, dass Du brav an den internationalen Terrorismus glaubst und Dir jeden Tag das Mädchen aus der Bildzeitung in Deinen Spind hängst. Ich will, dass Du Dir jeden Tag die Hose nässt aus Furcht vor Piraten und Kommunisten, und dass Du deren Atmomüll frisst, bis nichts mehr davon übrig ist.

Ich will, dass sie weiterhin Deine Kinder demütigen und Dir noch mehr Geld aus Deiner leeren Tasche fingern, um es den Großen zuzuschustern, und ich will kein Geheule über neue Steuererhöhungen vernehmen. Ich will, dass Du mit gespitzten Lippen an Guidos hohler Brust vertrocknest. Will sehen, wie sie Dich zum Arbeitsdienst zwingen, und wie sie Deinen Kindern ihre Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke vom Gabentisch grabschen.

Ich will, dass Schäuble jede deiner E-Mails liest und Ursel jedes Wichsbild mit Dir teilt. Ich will, dass Sie Deine Kinder in den Krieg schicken, wo sie das Vaterland derer verteidigen, die Dich arbeiten lassen wollen, bis Du tot umfällst und ihre Krankenkassen nichts mehr kostest.

Ja, so stumm, wie Du am Wahltag warst, so stumm sollst Du auch die nächsten vier Jahre in Deinem armseligen Loch verharren, Du faule Brut.


Sep 6 2009

Die CDU… sogar zum Lügen zu blöd…

Hokey

Och joa… oder? Unser Verteidigungsminister ist schon ‘nen ganz Pfiffiger. Erst führt er einen Krieg, der keiner ist, und nun sterben Zivilisten, die keine sind. Gerissener Bursche, dieser Jung. Immerhin ist er ja auch Verteidigungsminister, obwohl er ja eigentlich Kriegsminister ist. Noch besser könnte er sich die Petersilie vor der Bundestagswahl nicht verhageln. Aber Kinder-statt-Inder Rüttgers steht ihm da in nichts nach. Über Rumänen zieht man diesertags also in rechtskonservativen Kreisen her, wenn man sich unter seinesgleichen fühlt. Rüttgers, unser kleiner Wolf im Schafspelz.

Bei so viel Armut und Elend verweise ich nur auf Wilfried Schmickler. Boxen aufdrehen, damit der Nachbar auch was davon hat!


Aug 4 2009

Politisches Allerlei

Hokey
Übers Wochenende in Berlin gewesen, beängstigend nah dran an den abgeordneten Amokläufern. Steinmeier könnte einem leidtun, er demontiert sich selbst in seiner hilflosen Schröder-Parodie, die er nunmehr hergibt. Was für ein erbärmliches Ende für die SPD, ganz so, wie es die Agenda-Partei mit ihrer Agenda-Führung verdient hat. Möge sie auf ewig im 20%-Fegefeuer leiden. Wie verzweifelt und ungeschickt muss ein Kanzlerkandidat sein, um solch blöd-platte Ankündigungen zu formulieren? Mann! Da hat die Merkel schon mit ihren Aussagen zu Steuererhöhungen voll ins Klo gegriffen und anstatt das auszuschlachten, setzt Schröderimitator Steinmeier noch eins obendrauf! Ich kann’s nicht fassen… wie tief ist diese Partei gesunken…
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und sie kommt dahergeflogen in Form eines alten, hoffentlich sehr rachsüchtigen alten Waffenschiebers, der der CDU und der gelbsüchtigen FDP möglicherweise ein paar Kratzer verpassen kann. Wäre ja mal wenigstens etwas.
Gibt’s die Grünen eigentlich noch? Oder haben die sich nach Fischer heimlich aufgelöst und Claudia Roth bei Oliver Geißen eingemietet?

Jul 31 2009

Keine Wahlempfehlung

Hokey

Yeah – IG-Metall-Chef verteilt Breitseiten und keine Wahlempfehlungen: In der Süddeutschen.


Jul 29 2009

Echt nicht!

Hokey

Was für ein unwürdiges Gelalle um die sogenannte “Dienstwagenaffäre” Ulla Schmidts. Ich bin ja nicht gerade ein Agenda-SPD-Freund und dankbar für jeden Sargnagel, den man den Agendas aufhämmern kann, aber dieses hämische Gelächter und das Gekeife nach Rücktritten, gepaart mit gespielt vorwurfsvollen Sarkasmen und parteipolitischer Genugtuung kann nicht mal ich mir anhören.

Im Gegenteil. Ich halte es für mehr als angemessen, dass eine Bundesminsterin permanent ihren Dienstwagen zu Verfügung stehen hat. Ja, auch wenn sie den Bürgermeister von Alicante, Madrid oder gar den von Oer-Erckenschwick besucht. Klar könnte sie mit ‘nem Klapprad günstiger hinkommen, meine Freunde vom Bund der Steuerzahler, aber einen gewissen Status sollte man als Bundesministerin doch wahren dürfen. Wie sieht denn das aus, wenn sich die Stadträte im Ausland vor Lachen kaum noch halten können, weil ausgerechnet das deutsche Bundeskabinett auf klapperigen Eseln angeritten kommt? Jaja, Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps, aber Bundesminister sind immer im Dienst. Das erwarte ich zumindest. Und dann sollte ihnen auch ein angemessenes Gefährt zur Verfügung stehen. Auch in der Freizeit. Wofür schafft man die Dinger denn sonst an?

Und mal ehrlich: Die paar tausend Euro sind doch wirklich Peanuts für einen Bundeshaushalt. Wie diese ganzen kleinen Heuchler nun mit ihren Fingern immer der Bildzeitung hinterherzeigen und sich im nächsten Moment wieder Tipps über den Stammtisch schieben, wie man am besten bei der Steuererklärung pfuscht – ich könnte kotzen. Die Schmidt hat ihren Wagen nicht heimlich dahingefahren, sondern ganz öffentlich. Hättet vorher meckern sollen.

Und die FDP mal wieder. Eine kleine Klientel-Partei, die sich wahrlich in vielerlei moralischen Dingen nicht mit Ruhm bekleckert hat, kreischt am lautesten. “Rücktritt” fordert man mit geschwellter Affenbrust, wegen einer solchen Lappalie. Die sollten mal lieber geradestehen für den Murks, den sie verbrochen haben, aber dafür fehlt dann wieder der Mumm in den gelben Knochen. Das nenne ich nicht Wahlkampf, das nenne ich dümmliche Verbreitung von Politikverdrossenheit, denn auf eine solch schmierlappige Politikerkaste habe ich einfach keinen Bock. Echt nicht.


Jul 25 2009

Sie haben nichts gelernt

Hokey

Ilse Aigner, Bundesverbraucherschutzministerin und Parteimitglied der CSU, hat bezüglich der deutschen Banken eine Erkenntnis:

“Einige haben aus der Krise ganz offensichtlich nichts gelernt”, sagte sie am Freitag der Süddeutschen Zeitung. Auf die Mitarbeiter in den Filialen werde zum Teil noch stärker Druck ausgeübt als vor der Krise. “Sie sollen möglichst viele Produkte verkaufen”, sagte die Ministerin. “Man hat offenbar nicht verstanden, dass es darum geht, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.” (SZ)

Frau Aigner sollte sich fragen, wer hier nichts aus der Krise gelernt hat, sondern sich mal an ihre Ministerinnennase packen. Klar, haben die was gelernt, nämlich, dass man bis zum Bankrott Schulden machen kann und es einem der Staat am Ende dann doch hinten und vorne reinschiebt. Wer leider nichts gelernt hat, sind Politiker wie Frau Aigner, die in der nächsten Krise wieder als erste den Banken unsere sauer verdienten Steuergelder in den Schlund werfen und sich wundern, dass niemand seine Lektionen lernt.


Jul 24 2009

Überschriften sind doof

Hokey

Während die Demoskopen Spitzenplätze nur noch an CDU und CSU-Köpfe verteilen, zumindest in den Top-of-the-Pop-Rankings, gibt Feynsinn der SPD anlässlich einer Meldung des DIW bezüglich Reichen- und Erbschaftssteuer eine volle Breitseite. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte auch noch so viel Wut im Bauch, um solche Polemiken zu schreiben, aber die SPD ist mir eigentlich nur noch gleichgültig. Soll sie doch den Bach runtergehen mit ihren ganzen Agenda-Fatzkes, Ausschussbehinderern und CDU-/FDP-Nachäffern.

Denn irgendwie geht doch sowieso alles einfach immer so weiter wie vorher. Die Großkupferten schreien weiterhin nach unendlichem Wachstum und Lance Armstrong fährt Tour de France. Ist wie bei den Banken: Ab einer gewissen kritischen Größe kann man sich offensichtlich alles erlauben. Ich gebe mal eine Prognose, dass auch der BND-Untersuchungsausschuss nicht mehr neu aufgelegt wird, dazu blocken die ehrenhaften Parteien der Mitte viel zu gerne das Recht aus. Bundesverfassungsgericht hin oder her.

Ach! – so langsam bemerken auch ein paar Zurückgebliebene, dass es etwas wie das Internet gibt. Die Post und Zensurursula haben ganz tolle Ideen entwickelt: Die eine will nun E-Mails ausdrucken und zustellen, die andere verlangt, dass man sich Verhaltensregeln fürs Internet ausdenken sollte. Wie gut, dass wie nicht auf sie gewartet haben. Schnarchnasen.


Jul 21 2009

Gewitterwürmchen, Werbung, Schaden und sowas

Hokey

Ich wollte ja eigentlich zum Vodafone-Gedöns nichts schreiben, aber jetzt, wo mir auch die SZ es aufs Auge drückt, muss ich einfach. Aber nur kurz und eigentlich habe ich das schon tausendmal geschrieben, Langzeitmitleser dürfen jetzt weitersurfen: Werbung von gekauften Figuren ist unglaubwürdig, weil deren Aussage jeder – ja, JEDER – für etwa die gleiche Summe und noch weniger tätigen würde. Das beweisen uns täglich Heerscharen gekaufter Schauspieler in nervigen Werbespots. Werbung wird dann richtig gut, wenn sie aus persönlicher Überzeugung kommt. Aus Überzeugung! Überzeugung! Begreift das mal endlich einer in den Werbeklitschen?

Habe heute ordentlich im Garten geschuftet und etwa drei Kubikmeter Hecke geschnitten. Stinke wie ein Ochse und komme mir vor wie ein Gewitterwürmchenhotel. Die kleinen Kerle stehen auf weiße T-Shirts. Das Gewitter lässt jedoch auf sich warten, von mir aus kann’s sich auch gerne woanders abregenen – ein paar trockene Tage wären jetzt doch mal wieder ganz nett. Freue mich auf die Tiefkühlpizza, ein Bier und eine kurzweilige Lektüre zur Sozialen Frage. Habe heute gemerkt, dass ich wieder etwas Input vertragen kann, die letzten Monate haben mich doch ganz schön “abgefüllt” mit allerhand Informationen und Zeug, dass mir wenig Platz für Neues im Oberstübchen blieb.

Habe mich heute beim Radiohören gewundert. Dort sagte man, Jörg Tauss habe die SPD verlassen, um Schaden von der Partei abzuwenden. Dann ist er in die Piratenpartei eingetreten. Folgerichtig will er der dann doch Schaden zufügen, oder? Schon ‘ne komische Geschichte mit dem Tauss, muss man schon sagen. Bin mal gespannt, was da am Ende bei herauskommt…

Berlusconi ist aktuell oft in den Schlagzeilen. Wären wir Europer wirklich aufgeklärt, hätten wir den schon mit Schimpf und Schande vom Kontinent gejagt, aber die Italiener werden ihn weiterwählen, also sollen sie auch weiterhin unter ihm leiden. Gleiches gilt für uns im Herbst, denn wer mit Schwarz-Gelb wählt und hinterher jammer, der hat bestenfalls ein paar Ohrfeigen verdient, die man bis Berlin schallen hören sollte. Rente mit 69? Wäre doch mal ‘ne schwarz-gelbe Perspektive nach der Wahl… und dass Merkel behauptet, die Steuern nicht erhöhen zu wollen… dazu sage ich nur: Guck mal Mehrwertsteuer!

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