Jul 28 2010

Keine Sicherheitskopie?

Hokey

buchenwald.de konnte immerhin zum Teil wiederhergestellt werden. Es existieren allerdings nicht für alle Dokumente Sicherheitskopien. Die Online-Ausgabe des Totenbuchs etwa, das die Namen von rund 38.000 Opfern des Naziregimes umfasst, ist verloren. (Spiegel Online)

Wie kann es sein, dass Menschen in mühsamer Handarbeit 38.000 Namen eintippen und Dokumente scannen – und niemand legt wenigstens eine Sicherheitskopie an? Festplatten kosten doch heutzutage wirklich nicht die Welt! Dass die Braunen eines Tages vorbeischauen würden, war doch abzusehen…


Jul 27 2010

“Ja,ja” heißt “Leck mich am Arsch!”

Hokey

“Ja,ja” heißt “Leck mich am Arsch!” – das ist ein Spruch, in dem viel Wahres steckt. Wenn er auch in dieser Form eher auf Baustellen gegenüber faulen Azubis fallengelassen wird, so hat er ein politisches Äquivalent, auf das wir diesertags in Duisburg stoßen. Konfrontiert mir den offensichtlich massiven Warnungen vor einer Loveparade in Duisburg äußert Bürgermeister Sauerland folgendes:

Es gebe bei der Planung solcher Veranstaltungen immer kritische Stimmen, die man auch immer sehr ernst nehme. (Süddeutsche)

Wir nehmen kritische Stimmen immer sehr ernst, so lernt man als politisch wacher Bürger, heißt schlichtweg nichts anderes als: Kritiker, leckt mich am Arsch. Grüne Grütze möchte einem auch hochkommen, wenn wahr sein sollte, was der SZ-Artikel weiterhin berichtet:

Vor allem [...] Polizeipräsident Rolf Cebin hatte sich wegen Sicherheitsbedenken heftig gegen die Austragung der Loveparade gewandt. Daraufhin soll der Duisburger CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg nach SZ-Informationen in einem Brief an den damaligen FDP-Innenminister Ingo Wolf die Absetzung des Polizeipräsidenten gefordert haben. (ebd.)


Jul 25 2010

E-Postbrief – das klingt böse

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Bei der elektronischen Variante könne ein Polizeibeamter, wenn er gegen jemanden einen Anfangsverdacht habe, bei der Post gegebenenfalls sogar E-Mails einsehen. Dabei müsse es sich nicht einmal um ein schweres Vergehen handeln. Dies falle umso mehr ins Gewicht, als die Post eine Kopie dieses Briefes für einen nicht näher definierten Zeitraum speichere – ob man das wolle oder nicht. (Heise)

Übel. Das bedeutet doch auch, dass meine Korrespondenz gelesen werden kann, wenn ich jemandem an seine E-Postbrief-Adresse schreibe. Gute Nacht.


Jul 24 2010

Tatsachen

Hokey

Die Banken bestehen den Stresstes und Lance Armstrong fährt immer noch bei der Tour de France mit. Die Post kann jetzt auch E-Mail. Bücher kauft man heuer am besten immer noch auf Papier. Die CDU will die Presse auf gemeinsame Inhalte verpflichten und lanciert probehalber Vorschläge an die Öffentlichkeit, Hartz-IV-Empfänger statt auf 45 doch eher auf 25 qm Wohnraum unterzubringen. Die Entscheidung darüber überlässt man gnädigerweise den klammen Kommunen. Auch Frauen machen asoziale Politik. Ich habe die nicht (nicht-)gewählt. Tatsache.


Jul 16 2010

Ihr habt sie (nicht)gewählt – schmeckt eure Medizin!

Hokey

Die Pläne der Bundesregierung, das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger zu streichen, gehen weiter als bislang bekannt. Mit einem geringeren staatlichen Zuschuss müssen auch Mini-Jobber und Paare rechnen, die den sogenannten Kinderzuschlag erhalten.(…)

Nicht gekürzt wird dagegen bei Personen mit einem Nettoeinkommen von mehr als 2770 Euro. Sie erhalten weiter den Höchstbetrag an Elterngeld in Höhe von 1800 Euro.(Süddeutsche)

Da! Fresst, Ihr Nichtwähler! Schluckt das, Ihr schwarz-gelben Freunde. Euch gilt mein Mitleid nicht. Ich hoffe, sie kürzen euch noch viel mehr, damit ihr das nächste Mal eure breiten Ärsche wahlsonntags hochbekommt.


Jul 15 2010

Proporzpöstchen

Hokey

„Alles für das Land“ – das ist doch nur Politpalaver! Alleine, dass die neue Ministerpräsidentin Kraft darauf geachtet hat, die Landes-Pöstchen paritätisch auf die Geschlechter zu verteilen, zeigt doch, dass es nicht um das Land, sondern bis ins Letzte um Proporz geht. Mehr Frauen als Männer oder umgekehrt wären da glaubwürdiger gewesen. Jetzt stinkt alles nach Ausgewogenheitspolitik. Bloß keinem wehtun, bloß nicht anecken. Wie will man mit einer solchen Haltung politische und gesellschaftliche Probleme in Angriff nehmen? Mir gehen die beiden Damen jetzt schon gehörig auf den Senkel, obgleich deren politische Richtung mir eher liegt als die der schwarzen Vorgänger.

Naja, erstmal abwarten und Tee trinken…


Jul 13 2010

Mobile.me gekündigt

Hokey

Ein schwachsinniger Dienst, dieses Mobile.me von Apple. Die Idee ist gut, aber die Ausführung mies: Ausgerechnet die Kalender-Synchronisation geht dauernd in die Binsen. Da verzichte ich dankend darauf, 80€ im Jahr zu bezahlen und synchronisiere wieder auf die althergebrachte Methode. Datensicherheit hat erste Priorität, vor all dem anderen Schnickschnack. Wer sich darum zu kümmern zu schade ist, der bekommt mein Geld nicht. Zum Glück habe ich bisher nur das Testabo bemüht, rate aber jedem, der etwas auf seine Kalenderdaten hält, von der Nutzung des Mobile.me-Dienstes ab.


Jul 11 2010

5 Jahre Lovecraft und anderer Unsinn

Hokey

Oh Mann, ich bin zu gut für diese Welt. Ohne zu flattrn oder flashige Werbebanner sitze ich jetzt freiwillig hier auf diesem Schreibtischstuhl und schwitze mir für euch das letzte bisschen Wasser aus dem Körper. Eigentlich sollte ich im Planschbecken der Tochter liegen und mir ein kühles Getränk durch die Kehle rinnen lassen, aber Bloggen verpflichtet…

Durch Hinweise von Herrn Rau bin ich zuletzt auf H.P. Lovecraft gestoßen, habe einige Geschichten gelesen und mich gefragt, wie man das nur als Rollenspiel spielen kann. Zufällig habe ich gestern jemanden auf einer Geburtstagsfeier getroffen, der mehrere Jahre Lovecraft-Rollenspiel gespielt hat und, trotz Kenntnis anderer Rollenspiele wie AD&D, DSA & anderen, berichtete, dass das Lovecraft-Rollenspiel das beste gewesen sei, das er je gespielt hätte. Und dabei hat seine Gruppe beeindruckende fünf Jahre jede Woche an einer größeren Kampagne gespielt in der immergleichen Stadt.

Fünf Jahre, das ist eine komplette Bundespräsidenten-Amtszeit. Dabei ist mir gestern eingefallen, was mich an der Wulff-Präsidentschaft so stört: Hatte ich bislang immer den Eindruck, egal ob bei Weizsäcker, Herzog, Rau oder Köhler, dass das Amt wirklich ein Ehrenamt ist, das nur charismatischen oder verdienten Politikern vorbehalten bleibt, so ist es mit der Wulff-Präsidentschaft vom höchsten Amt zum einfachen Pöstchen degradiert worden. Zum teuren Gnadenbrot für chancenlose Ministerpräsidenten, die den Gipfel ihrer Karriereleiter erreicht haben. Das letzte Amt mir Würde wurde machtpolitisch verschachert. Jetzt ist es beschädigt, erst jetzt. Hoffen wir, dass Wulff trotzdem die Kurve kriegt.

Ach, und falls ihr demnächst den freundlichen Steffen Seibert in der Glotze seht, vergesst nicht, dass der Kerl jetzt für die schwarze Seite der Macht arbeitet. Irgendwie behagt mir Politik in letzter Zeit nicht recht. Hier in NRW versucht jetzt eine rot-grüne Minderheitenregierung ihr Glück, aber wenn ich die beiden regierenden Damen sehe, grummelt es mir im Magen. Fragt mich nicht warum, aber ordentlich Politik traue ich denen irgendwie nicht zu… wem eigentlich noch?

Immerhin wollen sie die Studiengebühren und die Kopfnoten abschaffen. Ersteres wird den Studenten wieder ein wenig Luft verschaffen, die dank schwarz-gelb wieder einmal leer ausgehen und keine Bafög-Erhöhung bekommen, während gleichzeitig ein sogenanntes Eliten-Förederprogramm finanziell gebuttert wird. Dass gerade im Bildungsbereich die „Elite“ zumeist eine Herkunftselite und keine Leistungselite ist, verschweigt uns die liebenswürdige Frau Schavan. Immerhin hält sich die christlich-demokratische Politikerin brav an ein biblisches Diktum: Wer hat, dem wird gegeben. Wut und Zorn dazu bei Feynsinn.

Und noch etwas ganz anderes: Wer die „Reader“-Funktion in Safari noch nicht ausprobiert hat, der sollte das schleunigst einmal tun! Dank dieser surfe ich mittlerweile wieder mehr mit Safari als mit Firefox.


Jul 2 2010

Analysten der Banken versagen erneut

Hokey

Brasilien wird nicht Weltmeister. Mal wieder haben die Analysten versagt. Und lasst mich raten: Fußballspiele zu tippen, ist leichter, als globale Finanzströme zu berechnen…

Deutlich umfangreichere Studien kommen von Goldman Sachs, UBS und Commerzbank. Beispiel Commerzbank: Auf 16 Seiten analysieren die Experten Weltranglistenplatzierung, Turnierbilanz und beachten sowohl Heim- als auch Kontinentvorteil. Das Ergebnis deckt sich mit dem der Deka: Brasilien gewinnt im Finale gegen Spanien und wird Weltmeister. UBS und Goldman schließen sich an: Brasilien! (Capital.de)


Jun 27 2010

Internetpizza4:1Rollenspiel

Hokey

Heute zum ersten Mal Pizza über das Internet bestellt. Es ist ja wie immer beim Internet: Man ist erst einmal skeptisch und stellt dann fest, dass alles reibungslos klappt. War lecker. Und mit einem ebenso reibungslosen und verdienten 4:1 vor Augen war das Ganze gleich nochmal so gut. Rollenspiel war dann auch echt schön, obwohl man sich immer erst einmal richtig reinfinden muss.

Nachtrag
Will gerade ein paar Artikel zum Spiel lesen und finde auf allen Qualitätswebsites nur Klickstrecken! M A N N !!!