Japan-Strat. Gelb. Flucht.

In der letzten Woche die Gelegenheit gehabt, einmal eine aus den 80ern stammende Japan-Stratocaster zu spielen und mal 1:1 mit meiner 2016er Strat zu vergleichen. Wider Erwarten zeigte sich, dass der Sound beider Strats trotz der konstruktionsbedingten Unterschiede nahezu identisch war. Die Japan-Strat hat einen etwas dickeren Hals und noch das alte Vintage-Tremolo sowie ein Ahorngriffbrett, was letztlich zu keinen besonderen Unterschieden im Klang zu führen scheint. Besonders erstaunt hat mich, dass die Tonabnehmer beider Gitarren doch sehr ähnlich klingen, obwohl ja gute 30 Jahre zwischen den Modellen liegen. Unterschiede merkt man dann eher in den Feinheiten: So setzt das Tremolo (eigentlich Vibrato) der modernen Strat auf noch weniger Reibung als die Vintage-Tremolos und ist deutlich stimmstabiler. Zumindest meine Strat hat eine super Stimmstabilität, denn auch bei starkem Einsatz des Tremolohebels bleibt die Gitarre „in tune“. Habe bisher ganze zwei Mal (!) stimmen müssen.

Bei der Gelegenheit auch über einen Fender (ich glaube Priceton Reverb) gespielt. Wahnsinn, was der an Lautstärke raushaut, obwohl der Volume-Regler gerade mal bei 1 steht. Für den Hausgebrauch fast nicht zu gebrauchen. Stoße auf immer neue YouTube-Kanäle: Da gibt es tatsächlich einen Typen, der Videos davon dreht, wie er Gitarren repariert. Mit 83.000 Viewern ist er in meinen Gitarrenkreisen schon ein doller Hecht. Wahnsinn.

Wahnsinn auch, was man heute alles so zusammenbauen kann. DigiTech ist da ganz vorne und bastelt immer wieder neue erstaunliche Geräte für Musiker. Heute: Ein Drumcomputer, der sich zum Gitarrensignal einen Beat ausdenkt. Klingt in der Demo richtig gut.

Beim Bouldern muss ich langsam aufpassen: Der Schuljahresendspurt und private Termine erlaubten kaum noch ein regelmäßiges Klettern. Also war ich gestern noch einmal, bevor der Urlaub losgeht und es zwei Wochen nicht mehr zum Bouldern kommen wird. Kann mich schon mal darauf einstellen, wieder bei Gelb anzufangen. Aber nach zwei Jahren Wartezeit endlich einmal wieder für zwei Wochen dem Bielefelder Regenloch zu entfliehen, darauf freue ich mich!