Dark. Konservativ.

Gestern damit begonnen „Dark“ zu schauen, und es ist verblüffend, eine in Deutschland spielende Serie zu sehen, gespielt von deutschen Schauspielern, die so gar nicht bräsig deutsch wirkt. Endlich traut sich mal jemand an einen deutschen Mystery-Stoff und es wirkt nicht wie ein billiger Abklatsch, obwohl „Stranger Things“ schon arg durchscheint. Hätte gerne weitergeguckt, aber zur späten Abendzeit muss auch der härteste Seriengucker mal ins Bett. Wir brauchen mehr Mut zu Fantasy und Mystery, mehr Sci-Fi oder einfach ausgedrückt mehr gute Geschichten, mehr Netflix! Eben gute Storys, statt offiziell aufgedrückter gesellschaftskritischer Diskurse und talkshowtauglicher Problemorientierung! So!

Stelle überdies rückblickend fest, dass ich ein sehr konservativer Musikhörer bin. Sogar meine Tochter¹ ist schon genervt, weil ich immer noch das gleiche Album hoch- und runter höre. So ist das aber immer bei mir: Wenn mir ein Album gut gefällt, dann höre ich das gerne mal ein halbes Jahr nahezu durchgehend. Das war schon immer so, das bleibt wohl auch so. In meinem Last.fm-Profil scheine ich auch im Vergleich mit anderen eher wenig neue Musik dazuzuhören, sondern eher oft meiner „alten“ Musik zu frönen. Komme ich mit klar. Gutes vergeht nicht.