Never come between a German and their wurst

Australien dürfte eines der Hauptauswanderungsziele der Deutschen sein. Als Deutscher verbindet man mit Australien tolles Wetter, das Outback, wilde Tiere und exotische Ureinwohner, dabei aber von allem nicht zu viel, es gibt nämlich obendrauf noch weiße Kultur, große Städte und im Wesentlichen ein westliches Leben. Doch wie sehen Australier uns Deutsche?

Das Blog von Liv Hambrett, die schon einige Jahre in Deutschland verbringt und aktuell in Kiel lebt, hat ihre Sicht auf Deutsche in 151 Punkten zusammengefasst („Everything I know about Germans“). Sehr lustig und sehr lesenswert.

Liv Hambrett fasst ihre Erkenntnisse sehr humorvoll zusammen, es tut wirklich auch mal gut, lauter Nettes über uns Deutsche zu hören, sich einmal ganz viele positive Vorurteile durchzulesen und ganz oft schmunzeln (und zustimmen) zu müssen.

65. They have the single most nerve-wrackingly rapid supermarket check-outs in the world.

Nie wieder Piraten

Wenn irgendwem noch ein Grund fehlt, warum man die Piraten nicht wählen sollte, dann bitte schön! Wenn hochrangigen Parteimitgliedern zum Austritt Udo Vetters nichts Besseres als ein weiterer dümmlicher Nazivergleich einfällt, dann reicht das nicht einmal mehr für ein Armutszeugnis. Die Debatte um das #Bombergate hat ja schon einige Untiefen um das Piratenschiff herum aufgezeigt, aber offensichtlich wollen auch die bekannteren Parteimitglieder sich nicht lumpen lassen.

Schade um meine beiden schon verschenkten Stimmen. Wären bei den Grünen besser aufgehoben gewesen. My fault. Freue mich aber schon mit Ingrimm auf die nächste Begegnung in der Fußgängerzone…

Von Kapodastern und Boxen

guitar acoustic

TakamineBeim samstäglichen Einkauf festgestellt, dass es eine Akustik-Ausgabe des geschätzen Magazins guitar gibt: guitar acoustic. Sehr schön, denn dort finden sich viele nette Stücke und Anregungen zur Umsetzung auf dem neuen Schmuckstück. An die höhere Saitenstärke habe ich mich mittlerweile gewöhnt, die Hornhaut ist auch schon wieder da, wo sie hingehört und wie immer wachsen die Fingernägel zu schnell. Dank der Tabs des Ultimate-Guitar-Archives nutze ich das Capo in fast allen Songs und habe aktuell sogar mehr „Capo-Songs“ in meiner Übungs-Playlist als Songs im Standardtuning. Für die Nicht-Gitarristen: Mit einem Capo kann man schnell die Grundstimmung einer Gitarre ändern, indem man es quer über das Griffbrett spannt, und es so dem Sänger z.B. leichter macht, ein Lied auf seine Stimme anzupassen. Schön auch, dass in der guitar acoustic ein leicht zu spielendes klassisches Lied ist, auch wenn es auf der Westerngitarre nicht ganz so voll und schön klingt wie auf einer Konzertgitarre.

Muss ich mir also merken: Ab und an mal eine guitar acoustic kaufen. (Auch wenn das effektiv wenig bringt, denn wenn ich das Archiv meiner guitar-Ausgaben spielen könnte, wäre ich der perfekte Gitarrist für alle möglichen Coverbands… aber es beruhigt, immer ein paar Noten in Reichweite zu haben. ;-) )

Boxen

Ach, gestern war ja noch Boxen. Der dritte Kampf Arthur Abraham gegen Robert Stieglitz. Der in vorigen Kämpfen oft müde wirkende Abraham war diesmal besser aufgelegt, in top Kondition und konnte mit etwas Glück den Sieg für sich entscheiden. Verdient hätten den Sieg des spannenden Kampfes beide gehabt, Stieglitz war aktiver und bestimmte die ersten sechs Runden des Kampfes, wobei er aber durch seine energieraubende Art zu boxen viel Kraft lassen musste, die ihn am Ende den Sieg gekostet haben dürfte. Abraham drehte ab Runde sieben auf, verließ sich auf Kraft statt Technik und suchte sichtlich den K.O., der ihm dreißig Sekunden vor Ende fast gelang, als Stieglitz sich nach einigen harten Treffern auf sein Knie stützte.

Schlechtester Akteur war der Ringrichter, der in den unpassendsten Momenten zwischen die Boxer ging und Abraham mit einiger Verzögerung nach einer kleinen Showeinlage Stieglitz’ einen Strafpunkt abzog, obwohl eindeutig zu erkennen war, dass dessen Schlag auf den Hinterkopf im Eifer des Gefechts entstanden war. Zum Ausgleich, vielleicht war ihm seine Fehlentscheidung klar, zog der Richter Stieglitz einige Runden später ebenfalls einen unsinnigen Punkt ab.

Die Wertung der Punktrichter war, wie schon so oft, fraglich, aber im Ergebnis in Ordnung. Die knappe Wertung von 112:113 entsprach dem Kampfgeschehen, ein Richter hatte Abraham jedoch 5 Runden vorne; ich weiß nicht, was der geraucht hatte – vielleicht gibt es zu wenig guten Nachwuchs im Ringrichtergewerbe?

Zum Schluss große Aufregung, weil Stieglitz das Urteil aus seiner Sicht nicht verstehen konnte (Logo, er hatte ja die ganze Zeit Druck gemacht) und sich beschwerte, während Abraham auf den Niederschlag verwies und sich beklagte, dass er nur zwei Freikarten für den Kampf bekommen hätte. Nun ja, als Multimillionär hat man’s auch nicht leicht.

Zerlegt

Die Piraten zerlegen sich gerade selbst bei der Debatte darüber, wieviel Anti-[fa, -deutsch] man der Partei zumuten kann. Wenn man der Debatte auf Twitter folgt, dann ist klar, dass die letzte Stimme für die Piraten auch meine letzte Stimme für die Piraten war. Noch nirgends so oft das Wort „Nazi“ gelesen. Da lernt man dann die verkrusteten Parteistrukturen der Altbackenen schätzen, wo man grob fahrlässige Idioten schon vorher aussortiert und nicht auf Wahllisten setzt.

Dabei wäre eine Partei, die sich auf Netzdebatten versteht, genau das, was uns gerade inmitten all der Problemlagen um die Bündelung von Nutzerdaten (Facebook kauft Whatsapp), NSA, Prism, Tempora, Vorratsdatenspeicherung, Netzausbau etc. fehlt. Soll wohl nicht sein, stattdessen wird sich eine rechte Alternative zur FDP erheben.

Apple glänzt einmal mehr durch Inkompetenz. Ausgerechnet das SSL-Protokoll hat man dort zerlegt. HTTPS-Verbindungen sind also extrem unsicher. Immerhin: Surft man mit Firefox, dann nutzt dieser seine eigene SSL-Implementierung. Ein Patch? Man arbeitet daran…

 

What’s up?

Jetzt wird’s knifflig. Facebook kauft WhatsApp und wäre damit (wieder einmal) im Besitz meiner geheiligten Daten. Erster Impuls: Löschen, den Mist. Den Datenhahn zudrehen.
Doch was dann? Wie erkläre ich meinem Vater, der – örtlich weit entfernt und weitab von E-Mail und Computern, gerade einmal in der Lage ist, WhatsApp rudimentär zu bedienen, dass ich das Zeug von nun an meide wie der Teufel das Weihwasser? Jetzt gibt’s halt keine Fotos von den Enkeltöchtern mehr?
Wie erkläre ich das meiner Tochter, für die WhatsApp das Kommunikationsmedium schlechthin ist?

Und wie steht es um Alternativen? Spontan fällt mir nur Threema ein, das (angeblich) verschlüsselt und mit Daten sauber umgeht. Auf gleichfalls unkontrollierbaren Servern. Und wie lange? Bis Zuckerberg auch dort mit den Milliarden winkt?

Piraten

Bei der Partei, die sich solche Netzthemen auf die Fahne geschrieben hat, tobt ein unschöner interner Kampf ums „bombergate“. Die Bundesspitze laviert, drückt sich um konkrete Stellungnahmen, ein Trauerspiel; die Piraten verkommen zur Selbstdarstellungsplattform für Idioten aller Art. Dem Maschinenraum der Piraten scheint das auch zu stinken, die Admins sind zeitweilig in den Streik getreten und es bleibt abzuwarten, wie die Partei ihre internen Probleme löst. Ansonsten bleibt ihr nichts weiter als das Versenken der letzten Schiffe.