Gestern war die Eröffnung und meine Frau hatte sich schon seit Monaten darauf gefreut! Darauf, dass sich endlich die Tore zu den Katakomben öffnen und Hokey damit beginnt, den überfüllten Keller auszumisten. Und unser tapfrer Recke erledigte diese herkulische Aufgabe tatsächlich (gemeinsam mit seiner Hebe) noch vor dem Frühstück…
Ich spare mir jetzt den Sermon über staubige Kisten, muffigen Inhalt, vergessene Bücher, gammlige Knieschoner, ruhmbeladene Basketbälle, alte Fotos und überflüssige Möbelstücke. Ich schweige über leere Kartons, sehnsüchtig wartende Farbeimer und ungeliebte Geschenke, rede nicht von dem der Zeit trotzenden Weihnachtsschmuck und würdige auch die obdachlosen Weberknechte mit keinem Wort.
Schlussendlich landete der ganze Krempel dann ja doch auf dem Sperrmüll bzw. zu Teilen im aufgemotzten Honda Civic meiner Schwägerin zwecks Abtransport zum Wertstoffhof. Doch japanische Reisschüsseln eignen sich so gut wie gar nicht für deutsche Ausmistaktionen, geschweige denn für Umzüge. Wo japanische Schlichtheit auskommen mag und der Japaner an sich ja bekanntermaßen ein geduldiger Zeitgenosse ist, da verliert der deutsche Herkules schnell die Nerven.