Das ist schon selbstmörderisch, wie Siggi Kauder für Netzsperren lärmt, während die Piraten in Berlin den Landtag entern. Soll er mal so weitermachen… Heribert Prantl erklärt derweil, dass Sippenhaft in Deutschland nicht erlaubt sein darf.
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Keine Demokratie
Eine knappe Antwort auf diesen Kommentar über Trolle in der Süddeutschen: Wer ein Blog mit einer Herrschaftsform verwechselt, der hat nicht mehr alle Bits im Rechner. Natürlich müssen Kommentare bei Bedarf moderiert und gelöscht werden, und wer danach auch noch blöde E-Mails schreibt, wird spamgefiltert. Dafür muss man seinen Job als Redakteur nicht aufgeben… und offene Nutzerkommentare sind und bleiben das Salz in der Suppe! Das sollte sich gerade die Süddeutsche mal hinter die Ohren schreiben.
Datensammelei
Die Beamten wollten demanch wissen, wo Fahrgäste ein- und ausstiegen, worüber sie sprachen und welche Transparente sie bei sich trugen. Sie hätten auch nach Mietverträgen und Kopien der Ausweise von Kunden gefagt. (Süddeutsche)
Unfassbar, oder? Eigentlich ist Dresden ein sehr schönes Fleckchen, wenn auch ein wenig neonazi-verseucht, wie uns im Januar ein Einheimischer versicherte, der uns augenzwinkernd klarmachte, dass er Nazis früher gerne auch mal eins auf die Moppen gegeben habe. Dass die Dresdener Polizei sich auf Demonstrationen vorbereiten muss -geschenkt. Dass sie dabei jedoch dermaßen übertreibt, ist wirklich der Gipfel – zum Glück ist der Verantwortliche Oberpolizist schon zurückgetreten. Dass man bei Busreisen seinen Mietvertrag vorzeigen muss, ist mir allerdings völlig neu!? Oder verstehe ich da etwas falsch?
Wenn schon Daten raushauen, dann auf eigene Verantwortung. So bei Google+, der Antwort Googles auf Facebook, die mir viel mehr Spaß macht als Facebook. Jedoch befürchte ich, dass Facebook im Bereich der Social Networks maßgeblich bleiben wird; zum einen, weil die Menschen da nunmal schon sind, und zum zweiten, weil man bei Google+ (noch?) keine lustig-dämlichen Spielchen spielen kann. Ein weiterer Grund könnte die Skepsis gegenüber der Datensammelleidenschaft Googles sein, denn neben den E-Mails, Suchanfragen etc. hätte Google dann eine weitere Datenquelle erschlossen. Ich bin da mittlerweile unkritisch, mir doch egal, sollen sie meine Daten haben, den Regenwald abholzen, Atomkraftwerke sprengen und nebenher die letzten Wale quälen – ich werde diese Welt nicht mehr verbessern.
Gut gefällt mir besonders die Möglichkeit „Hangouts“ zu starten, zu denen man seine (Freundes-)„Kreise“ einladen kann. So könnte man fast schon stammtischmäßig abends beim Surfen mal mit ein paar Leuten ‘ne Runde schnacken – das fände ich echt mal cool, aber in meine näheren Umgebung sind leider viele entweder google-skeptisch oder haben mit Social Networks nicht so viel am Hut…
Reaktionen auf Sony-Panne
Dieser eine einleitende Absatz eines Spiegel-Artikels sagt schon alles:
In den USA gab ein Unterausschuss des Repräsentantenhauses eine Untersuchung des Falls in Auftrag, mehrere US-Staatsanwälte haben begonnen, sich mit der Angelegenheit zu befassen, und eine US-Anwaltskanzlei hat in Kalifornien bereits eine Sammelklage gegen Sony angemeldet. Auch deutsche Politiker und Datenschützer sind empört.
Während in den USA gehandelt wird, empören sich beim Thema Datenschutz in Deutschland bestenfalls politisch Randständige. Ach, was soll’s! Sind ja nur meine Daten, die da jetzt in kriminellen Kreisen kursieren… anständige Menschen haben ja keine Playstation, mit der sie ihre Zeit verblödeln…
Virenschleudern
Hui – das ist das Geschrei wieder groß und vor wenigen Monaten hätte ich auch lautstark eingestimmt: Google entfernt Android-Schadsoftware aus der Ferne. Ehrlich gesagt kenne ich da durchaus Leute, die sich glücklich schätzen müssten, wenn sich ein Softwarehersteller so um ihen Datenschrott kümmern würde…
