Arztkinder

Boooah…ist das früh. *gähn*

Aber am besten kann man
ja schreiben, wenn man erst einmal anfängt. Dann kommt man so ein
bischen ins Erzählen und dann ist es wie beim Friseur…als ich bin
dann wie der Friseur, weil ich ja eigentlich beim Friseur schweige wie
ein Grab. Mir fällt da einfach nix ein. Dafür den Friseurinnen – die
scheinen das in ihrer Ausbildung zu lernen!?

Manche stellen sich
dabei aber nicht besonders geschickt an. Einmal (lang, lang ist’s her)
stand so eine nette junge Dame hinter mir und erzählte mir aus ihrem
Leben. Irgendwann hatte sie mir so viel aus ihrem Leben erzählt, dass
sie meint, mich schon ziemlich gut kennen zu müssen und fing an, über
"die vom Gymnasium" zu lästern. Wie arrogant die seien, hielten sich ja
immer für was besseres, lauter kleine Schnösel…entsetzter Blick in
den Spiegel. "Du bist doch nicht etwa vom Gymnasium?" "Doch, mache
gerade Abitur." "Ups." Stille.

Schnipp, schnipp, schnipp. Aaah. Endlich
Ruhe. Nur das Klackern das Schere, ein höchst angenehmes Geräusch, wie
ich finde. Verbissener Kampf mit meinen dicken Haaren. Und einfach nur
zugucken. Doch wie in einem Mantel-und-Degen Film: der Kampf kann nicht
gefochten werde, ohne dem Gegenüber ein paar Worte ins Gesicht zu
schmettern: wieder ihre Lebensgeschichte! Oh Gnade und Erbarmen – es
hilft nichts. Ich bin gefesselt auf dem Stuhl, es brauchte dazu
lediglich ein Poncho, um die herunterfallenden Haare abzuwehren.

Dann
wechselt sie endlich das Thema: Danke! – doch jetzt sind die Artzkinder
dran. Wie arrogant die seien, hielten sich ja immer für was besseres,
lauter kleine Schnösel mit zu viel Geld…dann ein entsetzter Blick in
den Spiegel: "Du bist doch nicht etwa ein Arztkind?" "Nein" "Puh…also
diese Artzkinder (schnatter schnatter)". Hätte ich doch einfach "ja"
gesagt…

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