Mac oder nicht Mac?

Mein alter neuer Computer gibt langsam den Geist auf. Schon beim Booten vom Bios erscheinen lauter Pixelklötze, die beim Wechsel der Auflösung verschwinden, dann aber wiederkommen. Ich schließe auf die Grafikkarte oder das Motherboard. Die einfachste Möglichkeit damit umzugehen wäre, ein neues Board mit integrierter Grafikkarte zu kaufen.

Eine zweite Möglichkeit wäre, mir einen Mac zuzulegen. Irgendwie faszinieren mich diese Geräte ja schon und sooooo teuer sind sie dann ja auch nicht. Okay, für 999€ kann man sich einen ziemlich tollen Desktop-PC zusammenbasteln, aber immerhin hat man bei ’nem iMac dann auch den Monitor schon dabei. Übrigens sehr praktisch, diese Computer-im-Bildschirm-Lösung.

Irgendwelche Mac-User hier, die mir noch ein paar Argumente auftischen können? Oder auch nicht?

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26 Gedanken zu “Mac oder nicht Mac?

  1. Mac ist einfach in jeder Hinsicht besser und macht weniger Probleme. Und wenn du grafikintensive 3D-Windows-Games zocken willst, musst du halt Bootcamp installieren und mit Windows hochfahren. Als virtuelle Windowsumgebung benutze ich Parallels Desktop, das funktioniert auch ordentlich (man braucht Windows ja fast nie, außer wenn man irgendwelche proprietäre Logfileauswertungssoftware oder Kreuzworträtselgeneratoren benutzen will).

    Ich würde die Frage anders stellen: Welchen Grund könnte es geben, sich statt eines iMacs einen Windows-Rechner zu kaufen?

    Grüße
    stephan@spamschlucker.org

  2. Keine Ahnung, ich kenne ja keine iMacs. 😀
    Warum brauche ich einen Rechner, der eine virtuelle Windows-Umgebung benötigt? Windows benötigt ja auch keine virtuelle Leopard-Umgebung.

  3. Einige Programme laufen einfach nur unter Windows. Früher konnte man die als Mac-User eben nicht nutzen (sofern man keinen Windows-Zweitrechner irgendwo rumstehen hatte) – das war schade, aber verschmerzbar. Heute startest du Windows in einem Fenster und bedienst das Programm (sofern es nicht 3D-intensiv ist). Wenn Windows abschmiert, beendest du das Programm Parallels und startest es neu. Zur Not schmeißt du das beschissene Image weg (meins ist so 20G groß) und benutzt das alte Backup-Image. Deine Dateien liegen ja alle in einem Verzeichnis auf deinem Mac.

    Dass Windows unter Mac läuft, ist für mich deshalb angenehm:
    1. Browsercheck beim webdeveloppen
    2. Logfile-Auswertung mit WebSuxess
    3. Antesten diverser Utilities, die es nur auf Windows gibt (Schule: Kreuzworträtselgenerator, Plakatgenerator usw.).
    4. Gelegentliche Nutzung des Office-Pakets (inzwischen ist das Mac-Office (2008) aber ganz gut benutzbar, alternativ OpenOffice o.ä.).

    Du siehst: Man könnte auch ohne die Win-Umgebung leben. Und dafür hast du unter Mac OS einfach scheiß-snappye Applikationen, die richtig gut zusammenarbeiten. Für mich wäre allein iPhoto schon fast ein ausreichender Grund, mit Mac zu arbeiten.

    (btw: Edu-Store = noch paar Euro Ersparnis)

  4. Gründe:

    1. Er läuft und läuft und läuft und läuft …
    2. Alles optisch schick.
    3. Alles einfach unglaublich durchdacht.
    4. Ewähnte ich die Optik?
    5. … und läuft und läuft und …

    Ernsthaft: Ich habe mit Win und Linux gearbeitet, und der Mac ist für mich einfach mit Abstand das beste System, das es gibt. Ich möchte nicht mehr ohne arbeiten müssen. Außerdem läuft er einfach, wirklich! 😉

  5. @Spamschlucker
    Es schon mal mit VirtualBox versucht? Als Virtualisierer unter Linux große Klasse! Und danke für den Tipp mit dem Edu-Store!

    Die Versuchung ist groß…

  6. Es gibt neben Parallels noch VirtualBox und VMWare Fusion, die ich aber beide nicht ausprobiert habe; hier kriegst du die wichtigsten Infos:
    http://praegnanz.de/weblog/windows-aufm-mac-reloaded

    Ach, und wir haben natürlich noch was vergessen: TimeMachine! Du hängst an deinen iMac ne externe Platte, TimeMachine macht stündlich ein kleines Backup, und eines Tages wachst du morgen auf und dein Rechner ist explodiert. Du kaufst dir einen neuen, spielst das Backup von der TimeMachine ein und arbeitest weiter (ist mir so ähnlich schon passiert). Fantasma. Im Büro habe ich einen Windows-Rechner und reiße mir den Arsch mit irgendwelcher Scheiß-Software auf, die irgendwelche Inkrementell-Einstellungen von mir will – und im Ernstfall natürlich nicht funktionieren wird.

  7. Dass die Software aus einer Hand kommt und offensichtlich gut zusammenspielt, finde ich gar nicht übel.

    Was ist denn, wenn ich eine zweite Platte nachrüsten will? Kann und „darf“ ich das, gibt es dafür Steckplätze oder wie sieht das beim Mac aus?

  8. Ja, Time Machine ist super, hat mir ja vor Norwegen den Hintern gerettet. Allerdings: solltest Du File Vault benutzen, also Dein Homeverzeichnis verschlüsseln, macht er von Deinem Home-Verzeichnis nur beim Ausloggen ein Back-Up.

    Der iMac hat nur Platz für eine interne Platte, weitere Platten schließt Du einfach extern mit Fire Wire an. (Oder wenn es auch langsamer sein darf mit USB. ;-)) An den RAM kommst Du (und hier beginnt der Teil ohne Gewähr) als Verbraucher recht leicht, an die Platte aber nicht.

  9. Aufrüsten ist – wie eberon richtig sagt – bis auf RAM nicht drin (Tipp: Wegen virtuellen Windows nicht am RAM sparen, und das RAM auf keinen Fall im Apple Store kaufen -> ultra überteuert … Ich habe gute Erfahrungen mit cyberport gemacht).

  10. Hmmm… (K)ubuntu schafft ein virtuelles Windows XP leicht mit 1 GB RAM. Flüssig – ich wette, meine Frau würde nicht merken, dass sie eine virtuelle Maschine bedient. (Ich auch nicht, höchstens dann, wenn DirectX gefragt ist…)

    RAM nachrüsten ist ja immerhin etwas. Kann man die Festplatte gut austauschen oder ist das ein mittelschwerer Akt? Mit 250 GB sollte ich zwar gut hinkommen, aber man weiß ja nie, was noch kommt…

  11. Welcher objektive Grund spricht gegen Windows? 🙂
    Ich hab fünf Jahre am MAC arbeiten müssen und anschließend drei Kreuze geschlagen, als ich die Kiste los war.

    Mein Windows-PC spult problemlos seit jetzt drei Jahren auf XP ohne Neuinstallation alles ab, was ich ihm abverlange.
    Er ist super leise – darf ich jetzt auch sagen, wenn es bei nem MAC um „sieht gut aus“ geht… was mal sowas von ihm Auge des Betrachters liegt, denn die Kisten sind quietsch bunt und hässlich *g*

    Aber lassen wir die Vorurteile oder? Ich hab hier auf der Arbeit und im Bekanntenkreis einige Apfelverfechter, das sind in den letzten Jahren die geworden, die die größeren Probleme haben.
    Und wer sich mal so die Apfel-Meldungen der letzten Monate anschaut, der braucht nicht mehr angewidert auf die PC-User zu zeigen.

    „Wer im Glashaus sitzt…“ ihr wißt.

    Aber ich will mich hier nicht den MAC-Jüngern in den Weg stellen.
    Ich bleib bei dem, mit dem ich alles machen kann, was ich machen möchte.
    Das sollte doch auch das Hauptaugenmerk bleiben, nicht?
    Design wäre mir bei nem Rechnerkauf sowas von unwichtig.
    Wenn es das am Ende mit dazu gibt ist gut, ansonsten muss es funktionieren.

    Du kaufst dir doch auch keine Gitarre, die rattenscharf aussieht, aber die Tonabnehmer dir den Klang versauen und deine Finger nicht mit der Saitenlage auf dem Steg zurechtkommen… ODER? 🙂

    …aber sie sieht soooo toll aus…

  12. Was spräche denn gegen eine externe Festplatte im Falle eines Falles?

    Vielleicht als kleiner Lektüretip: Das Forum unter http://www.macuser.de/ finde ich recht gut, und es hat mir damals den Umstieg auch sehr erleichtert. (So es denn überhaupt einfacher ging. 😉 Wobei man schon sagen muß, daß man sich mit der Windows-Erfahrung manchmal selber im Wege steht.)

    Batti, Macs sind schon länger nicht mehr quietsch-bunt. 😉
    Warum eigentlich so aggressiv. Wenn Deine Windowsmaschine läuft, und Du damit am besten arbeiten kannst, weil sie Deinem Arbeitsfluß entgegenkommt und Dir außerdem das Design gefällt, ist doch alles wunderbar. Es wird sicher niemand versuchen Dich davon abzubringen. 🙂

  13. Hehe… bin heute im Saturn über einen iMac-Killer gestolpert… sieht schon verflixt beeindruckend aus, allerdings muss man bei sooo viel Zoll doch mindestens drei Meter Abstand vom Bildschirm haben, oder?

    Wie auch immer, am Mac reizt mich jetzt gerade einfach das Unbekannte und das Prinzip der größtmöglichen Einfachheit. (Allerdings muss man bei den Mäusen schon ordentlich drücken, damit der Klick auch ankommt, zumindest bei den Ausstellungsstücken.)

    Wenn mal wirklich alles miteinander harmoniert und jede Software auf die Datenbestände der anderen zurückgreifen würde – das wär‘ schon was. Mehr als Arbeiten will ich mit dem Dingen sowieso nicht. Zum Spielen wird mir die nächsten drei Jahre kaum Luft bleiben, so ich denn eine Stelle ergattern kann…

  14. @Eberon: Ich war in den letzten Wochen in zwei Mac-Shops und sie sind auch nach wie vor bunt 😉
    Aggressiv? Nein, meine Meinung, nicht mehr, nicht weniger.

    Ich verstehe bei MAC-Benutzern immer nur nicht, woher dieser Anspruch auf die alleinige Perfektion des Genutzten kommt. Das ist nämlich mal wirklich ein Gerücht und muss bei einem PC gar nicht anders sein.
    Hans Mustermann ist von seinem Aldi-PC genauso überfordert, wie er es bei seinem MacBook wäre.
    unterm ——————-
    Man muss bei beiden wissen, was man tut und wohin man damit will.
    Erfüllen beide Systeme diesen Anspruch, dann kann man es auch vom Design abhängig machen 🙂

  15. Die haben vielleicht noch ein paar Uraltmodelle rumstehen gehabt, aber an der aktuellen Macproduktpalette ist nichts, was man mit auch noch so viel Phantasie als bunt titulieren könnte.

    Ich habe mit beidem gearbeitet und ich arbeite auch heute noch hin und wieder an Windows-PCs (sei es als Retter in der Not bei Freunden oder für Geld am Arbeitsplatz), und ich kann Dir versichern, daß der Mac tatsächlich deutlich intuitiver ist, und wirklich alles aus einem Guß ist.

    Daß viele dennoch lieber mit Windows arbeiten – sei es, weil sie gewohnt sind und sich nicht umgewöhnen wollen oder weil es für sie wirklich besser und intuitiver ist – ist völlig legitim. Und besonders in letzterem Falle wäre ein Wechsel sogar kontraproduktiv. Und mir ist ehrlich gesagt noch kein Macuser untergekommen, der das anders sähe. Ganz im Gegenteil. 😉

  16. Zum Thema „bunt“: Erst gestern einen rosa iMac gesehen, aber das finde ich gar nicht schlecht, weil ich dieses grau-schwarz-milchweiß nicht mehr sehen kann… 😉

  17. Lasst uns nicht mehr über Windows reden, die Welt ist sowieso schon zu voll von diesem unerfreulichen Thema.

    Was das RAM betrifft: Das Schöne am Mac ist ja auch, dass Programme wirklich separat laufen. Wenn eins abstürzt (was selten genug vorkommt), laufen die anderen weiter. Globale Aufhänger gibt es quasi nie.

    Deshalb läuft meine Maschine meist den ganzen Tag (früher habe ich meinen alten iMac unter 10.x manchmal mehrere Tage ohne Neustart laufen lassen), und ich habe eine Tonne Programme offen, die ich dauernd brauche (Browser Mail/SpamSieve Photoshop Feedreader Kalender iTunes Things Office BBEdit Transmit). Wenn du zu wenig RAM hast, musst du anfangen Dinge zu beenden und neuzustarten, weil du nur mal kurz eine proprietäre Windows-Applikation laufen lassen willst. Das macht keinen Spaß.

    Ich sehe gerade, dass der iMac, den du kaufen willst, standardmäßig nur 1 gig hat. Das ist zu wenig. Investiere 57,90 Euro (brutto – Ausbau des alten RAMs bringt bei cyberport 7.90) und du hast 4G – und das reicht richtig. Bitte – tu es. Für mich.

    Grüße
    stpehan@spamschlucker.org

  18. Drucker sind kein Problem. HP-Drucker sollte von Haus aus laufen. Falls wider Erwarten doch nicht, gibt es mit Sicherheit bei HP die passenden Treiber.

    (Wobei ich annehme, daß der Drucker über USB läuft. Oder meintest Du *wirklich* alt? ;-))

  19. Okay, jetzt verstehe ich: VirtualBox läuft auf dem (potenteren!) iMac ruckelig und nicht wirklich flüssig – auf dem schwächer ausgerüsteten Linux-Rechner lief VirtualBox quasi wie ein normales Windows.

    Musste mal gesagt werden. 😉

  20. Nochmal ein nachträgliches Danke schön an alle, die hier Anno 2008 mitkommentiert haben – ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit meinem Mac und möchte (und werde) ihn nicht mehr missen.

    🙂

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