Oxi

„Oxi“ steht auf den Wänden, hingedrückt in rot. Die Überreste des Referendums, das ja nun entschieden ist. „Oxi“ hat sich durchgesetzt. Die FAZ berichtete in einem Artikel von Hamsterkäufen und leeren Regalen. Hier ist nichts davon zu sehen, die Supermarktregale sind gefüllt, niemand kauft übermäßig viel, es gibt keine Schlangen vor Bankautomaten und die Menschen füllen die Cafés und Bars. 

  
„If there will be no decision on sunday, it will be chaotic!“, ein griechischer Nachbar telefoniert auf offener Straße auf Englisch mit irgendwem. Man spürt die Krise als Tourist (noch) nicht direkt, aber sie ist doch überall zu sehen. Als wir in einem kleinen Örtchen namens Triopetra Lamm bestellen, ist selbiges aus, ebenso das Fleisch für Bifteki. Kann ja auch andere Gründe haben, aber der drohende Grexit lässt sich nicht so leicht ausblenden. „Syriza“ steht in kyrillischer griechischer Schrift an eine Hauswand geschrieben, „oxi“ immer wieder. 

Hoffen wir, dass es am Sonntag für die Griechen ein gutes Ende findet. Und hoffen wir, dass niemand vergisst, dass auch der Schuld trägt, der an Schulden billig Geld verdienen will. 

2 Gedanken zu “Oxi

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