Pendelminister

Zu Guttenberg wird zum Pendler zwischen Afghanistan und Deutschland. Bei jedem Flug kann er ein paar Zinksärge mehr mitnehmen. Während er jedoch immer gesund zuhause ankommt, reisen seine Soldaten per One-Way-Ticket in den Tod. Schon wieder vier tote Soldaten in Afghanistan. Was man allerdings nicht vergessen sollte, bevor jetzt alle in Panik ausbrechen: Wer freiwillig Soldat wird, nimmt den Tod (im wahrsten Sinne des Wortes) in Kauf. Geld gegen Risiko. Ein Auslandseinsatz mit der Bundeswehr –  das ist eben wie eine entschärfte Variante russisches Roulette.

2 Gedanken zu “Pendelminister

  1. Ich finde deinen Kommentar gerade sehr… ja, was denn? Kritisierst du, dass es Tote gibt? Oder ist es doch Berufsrisiko? Klingt da jetzt eine Anschuldigung mit oder doch nicht?

    Natürlich ist es tragisch für jeden einzelnen Soldaten der (dort) sterben muss. Auch nicht zu vergessen seine Angehörigen.
    Aber das ist und war es doch auch schon bei jedem Soldat einer anderen Nation dort!

    Vielleicht könnte es auch heißen „nur vier Soldaten gestorben“ und auch nicht „schon wieder“, sondern „ingesamt immer noch sehr wenig“.

    Meiner Meinung nach können sie da noch so viele Brunnen bohren, sie befinden sich nicht im Harz oder der Lüneburger Heide, sondern in einem Krisen- und Kriegsgebiet… als Soldaten.

    Den Brücke weiter zu schlagen über ihre Ausrüstung etc und Panzer hier oder lasse ich jetzt, ich wollte ja nur wissen, in welche Richtung dein Eintrag jetzt eigentlich tendiert 😉

  2. Beides. Wer sich bei der Bundewehr verpflichtet, der weiß, dass er zu Ausandseinsätzen geschickt wird, wo ihn die Menschen nicht freundlich begrüßen werden und dass ihn Tod oder Trauma erwarten. Wenn ihm das die lumpigen Euro wert sind, die er dafür bekommt, dann soll er doch.

    Entschieden haben sich für diesen Krieg allerdings nicht die armen Tröpfe, die nun in den Zinksärgen gammeln, sondern unsere (auch ehemalige) politische Führung hat sie dahin geschickt. Dass die jetzt mit aufgesetzt trauernder Miene aus Trauerfeiern Ego-PR-Veranstaltungen macht, das geht mir auch auf den Senkel.

    Die sollen das „Ding“ endlich „Krieg“ und „Besetzung“ nennen, Angie das oberste Heereskommando übernehmen und alle dieses elende juristisch-politische Lavieren bleiben lassen.

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